Hm. Man soll zu seinen Fehleinschätzungen stehen. Einige meiner etwas ... harschen Kritikpunkte möchte ich ein bisserl relativieren: das Design finde ich zwar immer noch bescheiden, aber mir ging es ja um die Preismodelle dahinter.Die klare Ansage durch die sportliche Preisgestaltung ist ja irgendwo auch: "Content" ist nicht wertlos, es geht ja nicht um die Verpackung, sondern um den Inhalt. Wenn ich mir die Besonderheiten* der Verlagsbranche ansehe, wird der Schnitt vielleicht sowohl für Amazon, als auch die Autoren größer. Ich habe kein Problem damit, wenn eine Firma gut verdient - solange sie dabei keinen behumst.
Und wer braucht schon Buchhändler? Das ist wahrscheinlich ein vom Aussterben bedrohter Beruf - aber das kommt ja nicht von heute auf morgen. Ich würde meinen Kindern jedenfalls keine Buchhändler-Lehre empfehlen.
Auch die Idee, ansonsten kostenlose Inhalte zu bepreisen, hilft vielleicht vielen ernsthaften Bloggern (ernsthafteren als mir :) ihre kreative Arbeit zu monetarisieren, ohne sich mit Werbung und bezahlten Artikeln verbiegen zu müssen. Ob Amazon das machen wird, steht in den Sternen, ich glaube aber, dass die keinen Lack gesoffen haben und es tun werden.
Bleibt der Punkt mit den eigenen Inhalten. Und da kann es sein, dass wir Amazon falsch verstanden haben ...
Hier übrigens noch eine Übersicht über am Markt erhältliche eBook-Reader ("old crappy ones not included" :).
Und, nein: ich habe kein Geld oder sonstige Zuwendungen von Amazon erhalten (Falls Terry mitliest: warum eigentlich nicht?!)
*) es ist kein Zufall, dass Amazon damals mit Büchern begonnen hat, das ist mit das margenstärkste, was man als Händler haben kann (bis 50 %). Und durch die Ladenpreisbindung in Deutschland muss man sich über Wettbewerb nur noch insofern Gedanken machen, als man halt ein schöneres Schaufenster und die bessere Lauflage braucht.
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