Ärzte und Kommunikationswissenschaftler, die sich zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) getroffen haben, vertrauen auf aktuelle Studien, die von eine Dunkelziffer von rd. 2 Millionen Online-Süchtigen ausgehen. Sie diskutierten nun vom 21. bis zum 24. November in Berlin über Ursachen, Folgen und Therapiemöglichkeiten dieser Erkrankung.
"Das Internet ist für viele Betroffene ein Weg, um vor Enttäuschungen und Problemen in eine Scheinwelt zu fliehen und sich von negativen Gefühlen abzulenken", erläutert Karl F. Mann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie und Mitglied der DGPPN.
Ich würde jetzt nicht behaupten wollen, dass diese Online-Sucht kein Problem darstellt. Allerdings wird bei vielen solcher Berichte gerne vergessen, dass die Betroffenen in der Regel generell Probleme haben, welche das Suchtverhalten erst auslösen. Bei manchen Menschen schlägt das in Alkohol um, bei anderen in Tabletten, Arbeit oder Essen (seufz!). Bleibt zu fragen, warum Suchtverhalten als solches augenscheinlich immer häufiger auftritt; eine einfache Erklärung wäre der Untergang des Abendlandes.
Nachtrag am 3.12.2007:
Eine ausgewogene Betrachtung des Themas im Nachgang der Konferenz ist heute bei Golem zu lesen.
[...] zu verbringen ganz ohne dafür zwingend das Internet zu benötigen. Und sicherlich gibt es ein paar Internet-Junkies. Der überwiegende Rest der Internet-Nutzer tut genau das: es nutzen. Und selbst belanglose Blogs [...]
AntwortenLöschen[...] vermutlich, weil die Vergleichsgruppe statt dessen trinkt oder krankhaft frisst (vergleiche meinen Post zur Online-Sucht). Details zur Studie bei Golem. Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue [...]
AntwortenLöschen