Freitag, 30. November 2007

TED 1: Hans Rosling - Vorurteile über die dritte Welt


Grundlegendes Thema sind grob gesagt Verteilungen und Zusammenhänge, zum Beispiel zwischen Einkommen und Kindersterblichkeit. An geeigneten Stellen fügt Hans Rosling historische "Merker" ein, zum Beispiel: "und dann kam Mao". Eine wesentliche Erkenntnis ist, dass Entwicklungshilfe nicht funktionieren kann, wenn sie die unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort nicht berücksichtigt. So gibt es bereits innerhalb eines kleinen afrikanischen Landes immense Unterschiede, die noch größer werden, wenn man zwei afrikanische Länder (z.B. Niger und Südafrika) betrachtet. Trotzdem neigen wir alle dazu, Afrika als ganzes zu betrachten und unsere Entwicklungsprogramme auch auf diese Annahme abzustellen.
The improvement of the World must be highly contextualized
Ich würde das mal frei übersetzen mit: "Maßnahmen zur Verbesserung der Welt müssen immer den gesamten Kontext einbeziehen".

Wirklich spannend ist übrigens auch, wie Dr. Rosling (übrigens ein Schwede) seine Daten präsentiert: ich glaube, so gute Visualisierungen von statistischem Material habe ich noch nie gesehen. Das Video sollten sich also auch Leute ansehen, die mit der Aufbereitung solcher Daten zu tun haben. Auch die obligatorische Warnung, die Zahlen nicht isoliert zu betrachten, fehlt nicht.

Alte Fotos 12: Amrum

Ich gebe es ja zu, heute bin ich blogfaul. Dafür gibt es ein schönes Foto von meiner Lieblingsinsel Amrum :)

Donnerstag, 29. November 2007

Suchmaschinen: Google hat was Neues

Pech für den Startup Xibben: Google hat auch was Web-2.0-iges in Planung. Die betreffende Informationsseite zur neuen Kommentarfunktion für Suchergebnisse scheint nirgendwo direkt verlinkt zu sein, ist aber irgendwie wohl doch in die Blogosphäre gesickert. Jedenfalls hat sich Google (mal wieder) gedacht: warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Die neuen Funktionen bestehen aus drei keinen Symbolen, die sich unaufdringlich neben die einzelnen Treffer schmuggeln:
  • Gute Treffer können markiert werden. Bei künftigen Suchen kommt dieser Treffer dann ganz oben und ist zudem markiert.
  • Schlechte Treffer können ebenfalls markiert werden und erscheinen bei der nächsten Suche gar nicht mehr
  • Wenn man eigene Seiten zu den Suchergebnissen hinzufügen möchte, die Google nicht kennt (oder die auf Seite 546 der Suchergebnisse wärem wenn man sich bis dahin durchgeklickt hätte ...), kann man diese ergänzen, auch diese werden dann künftig oben und markiert angezeigt.
Für die Nutzung muss man angemeldet sein, da die Ergebnisse erstmal nur für den jeweiligen Nutzer (und Googles großen Datentopf, that is ...) bestimmt sind. Ok, ist noch nicht ganz Web-2.0-ig, es fehlt noch der Gedanke, aus den Empfehlungen der Benutzer einen Faktor für den Page-Rank (gibt auf einer Skala von 0 bis 10 die Meinung von Google zur Relevanz einer Webseite wieder) von Google zu machen. Aber das ist nur noch ein kleiner Schritt ...

Vorratsdaten für Rechteinhaber

Jetzt wird es sogar mir zuviel. Ich gebe zu, bislang hatte ich keine klare Position zu dem Thema, vielleicht eine kleine Tendenz zu "wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten", solange das ganze unter richterlicher Kontrolle stattfindet und nur in sehr wenigen Einzelfällen durchgeführt wird.

Aber.

Jetzt liegen Pläne auf dem Tisch, dass Vorratsdaten künftig auch Rechteinhabern geschützter Werke zur Verfügung gestellt werden sollen. Und das finde ich schon deutlich jenseits. Es ist eine Sache, den Rechtsstaat zu schützen, eine völlig andere, die wirtschaftlichen Interessen einer Branche zu schützen, die mit modernen Technologien selber nicht klarkommt (und dies sogar noch zugibt). Wenn die sich nämlich durch vernünftige und kundenorientierte Geschäftsmodelle auf so neumodernen Kram wie das Internet eingestellt hätten, wage ich mal die Behauptung, dass es bei weitem nicht so viele Raubkopierer geben würde.

Gottseidank stehe ich nicht alleine da: der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar zu dem Thema:
Der Bundesrat würde sich bei dem aus verfassungs- und datenschutzrechtlicher Sicht ohnehin schon äußerst problematischen Gesetzentwurf für eine unerträgliche Verschärfung stark machen.
Nachtrag, 18:20 Uhr: es ist wohl wirklich an der Zeit, sich ein festeres Urteil zu bilden. Ich werde ein bisserl googlen und eine Linkliste zusammenstellen. Ich habe nämlich schon das Gefühl, dass da zuviel mit Herz und zuwenig mit Verstand diskutiert wird. Da hilft es manchmal, einfach Fakten als Basis zu haben.

Alte Fotos 11: Tintagel Castle

In Cornwall - wirklich schön da! Infos zum Tintagel Castle natürlich bei Wikipedia

Die Presse geht mir manchmal ...

... ganz gehörig auf die Nerven.
Mindestlohn für Briefzusteller kommt
Ich würde mal sagen, so wie der Stern kann man es formulieren, wenn man eine Nachricht schreiben will, die nur den Sachverhalt wiedergibt.
Union knickt im Mindestlohn-Streit ein
Bei der Version des Handelsblatts könnte man schon auf die Idee kommen, dass der Autor der Nachricht den Mindestlohn für keine so gute Idee hält.

Auch Journalisten dürfen eine Meinung haben, sogar eine politische, sie sollen diese darüber hinaus sogar sagen und schreiben dürfen. Nur: dafür gibt es journalistische Formen (welche das Handelsblatt sonst auch in nennenswertem Umfang nutzt!). Eine Nachricht ist dafür einfach der falsche Platz. Dass die Bild-Zeitung sowas macht ist bekannt, beim Handelsblatt finde ich das schade.

TED - Ideas Worth Spreading

Ein längst fälliger Linktipp. TED ist eine seit 1984 jährlich in Monterey stattfindende Konferenz und das Akronym für Technology, Entertainment, Design. Die Idee war zunächst, Leute aus diesen Bereichen zusammenzubringen, um interdisziplinäres Arbeiten zu fördern (ich frage mich gerade, ob es diesen Begriff damals überhaupt schon gegeben hat :). Seitdem sind weitere Themen, wie Umweltschutz, Weltwirtschaft, Bildung oder Medizin hinzugekommen.

Die Grundidee ist simpel: es werden Visionäre aus allen Fachrichtungen eingeladen, einen 18-minütigen Vortrag vor den anderen und der Öffentlichkeit zu halten. Natürlich wird auch aufgezeichnet und ins Internet gestellt - und das macht die Sache spannend, weil man nicht dabei sein muss, um die teilweise brillanten Vorträge zu hören - es fehlt dann nur noch die Möglichkeit, mit dem Sprecher zu interagieren. Aber das geht ja vielleicht auch bald per Avatar - überhaupt wären virtuelle Welten ein guter Veranstaltungsort, würde dies doch auch Menschen die Teilnahme ermöglichen, die sonst nicht teilnehmen könnten.

Bei der Auswahl der Referenten scheint ein Hauptkriterium zu sein, dass diese eine positive Grundeinstellung zur Menschheit haben. Überhaupt hat das ganze manchmal einen recht neuweltlichen Zuckerguss, aber das braucht man halt manchmal auch als Gegensatz zu Miesepetern und Sauertöpfen um einen herum.

In der Fülle der abgedeckten Themen ist sicherlich für jeden etwas Interessantes dabei. Man muss nicht alles gut finden, inspirierend und faszinierend ist es allemal. Ich habe bei weitem noch nicht alle Videos gesehen, man sollte sich auch die Zeit nehmen, sie wirken zu lassen. Ich werde jedenfalls jetzt ungefähr einmal in der Woche eine Video hier vorstellen und meinen Senf dazu geben.

Es sagte: Ian Fraiser Kilmister


Have a good time - that´s the general idea of things


Erwähnte ich bereits, dass das Konzert gestern gar nicht übel war?

Es sagte: Rainer Widemann

Das ist so hart, da fällt gar nicht auf, dass es eine Schnulze ist!

Mittwoch, 28. November 2007

Einige allgemeine Gedanken zu "Second-Life"

Also ich persönlich kann ja weder den "MMPOGs" noch dem "Second-Life" viel abgewinnen. Ich kenne aber sowohl die einen (meine First-Life-Frau zockt doch recht gerne WoW), als auch die anderen (die es lieben, gemeinsam etwas zu bauen, die sprechen sogar von Kunst und das würde ich gar nicht mal verniedlichen und lächerlich machen wollen). Als Menschen sind das jedenfalls alles relativ normale Leute, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen.

Ich selber tue mich halt eher schwer, in Rollen zu schlüpfen oder Ziele zu erreichen, die virtuell sind. Ein fortgeschritteneres "Second-Life" (mit vernünftiger Sprache, Gesten- oder zumindest Mimikerkennung ...) würde mich aber begeistern können, da ich den Ansatz, beliebige Objekte bauen zu können und "sich-online-mit-Freunden-treffen-um-gemeinsam-etwas-zu-tun-was-so-nicht-möglich-wäre-weil-zu-weit-weg" schon attraktiv finde. Das hätte auch nichts virtuelles mehr, sondern erfüllt ganz reale Bedürfnisse. Bereits heute gibt SL eben nicht nur die "echte" Welt wieder, sondern ich kann dort alles bauen, was meine Phantasie hergibt - sogar Raumschiffe wurden wohl schon gesehen (erwähnte ich, dass ich einkleiner SF-Junkie bin?).

Und was das Treffen angeht: Freunde von mir sind vor zwei Monaten nach Weit-Weit-Weg gezogen. Ich bin fast sicher, dass das "Kontakthalten" einfacher wäre, wenn es einen Platz geben würde, wo man sich online treffen kann - was "real" ca. zwei Tage und 300 Euro kosten würde. E-Mail und Telefon ersetzen das "Zusammensein" einfach nicht. Blogs, Chats und Picasa-Alben helfen, fühlen sich aber auch eher an wie Krücken. Und letztlich ist ein Second-Life nichts anderes als alles vorgenannte zusammen, ergänzt um vielleicht eine nette Grafik (dass die nicht unbedingt so toll sein muss, habe ich an anderer Stelle schon mal geschrieben).

Was die Zukunft angeht: ich bin sicher, dass das Thema "virtuelle Welten" ein ähnliches Potenzial hat, wie das WWW. Wohlgemerkt: ich spreche von "virtuellen Welten" und nicht von "Second-Life".

Ich kann mich sehr gut erinnern, als Compuserve, AOL oder meinetwegen auch BTX/T-Online angefangen haben:
  • vom Internet-Urgestein (E-Mail mit Pine, Newsgoups, Gopher und so ...) belächelt
  • von der "Old-Economy" ignoriert
  • von der Presse gehypet und verteufelt und
  • vom Couch-Potatoe mit "was soll ich mit dem Sch..." abgetan.

Die ersten WWW-Nutzer mussten sich auch laufend rechtfertigen, dass sie "bei diesem Pornokram da" mitmachen. Als sich das Thema dann langsam entwickelte, waren denn auch Presse und selbsternannte Kulturkritiker schnell dabei, die Gefahren der Onlinesucht zu kolportieren, darüber hinaus die Verblödung der Jugend und überhaupt den Untergang des Abendlandes. Diese Hexenjagd muss aber jedes Medium durchmachen: dem Fensehen ging es nicht anders und ich bin fast sicher, dass die ersten Bücher genauso verteufelt wurden.

Heute findet im WWW jeder was er braucht:
  • Firmen wickeln Prozesse darin ab (und wären ohne nicht mehr konkurrenzfähig)
  • Zeitungen & andere Medien sind online (und verdienen dort schon fast so viel wie mit dem Papier)
  • die Kirche und der Vatikan haben auch ihre Niederlassungen
  • und die Couch-Potatoes, naja, für irgendwen muss der ganze Online-Porno-Kram ja auch gemacht worden sein. Und nebenbei macht er eBanking, kauft Kram bei Amazon, spart massig Kohle beim Malle-Trip-buchen, schickt seinen ganzen Kumpels E-Mails mit lustigen Powerpoints und bastelt an der Homepage für seinen Stopselclub.
Was ich sagen will: das WWW ist heute Infrastruktur, ohne geht es einfach nicht mehr. Es wurde am Anfang ebenso gehypet, belächelt, verteufelt und angenommen wie heute die "virtuellen Welten" - nur wenige haben erkannt haben, was "es" eigentlich ist. Und es würde mich kein bisschen wundern, wenn wir in fünf bis zehn Jahren Welten wie die von Linden genauso selbstverständlich nutzen würden, und zwar ohne, dass das Abendland dabei untergegangen wäre.

Motörhead - Rock`n`Roll, not just Heavy-Metal

Ratet mal, was ich heute abend mache :) Wer noch nichts vorhat und einen echten Konzert-Klassiker erleben möchte, sollte es mir gleichtun: Motörhead mischen heute abend das Zenith in München auf. Wem noch etwas von Motörhead im Musik-Archiv fehlt, für den hätte ich hier einen Tipp, der einen netten Querschnitt zeigt.

Alte Fotos 11: Nashorn

Einfach ein Nashorn, keine Story dazu :)

Dienstag, 27. November 2007

Google als grüner Wohltäter jetzt im Energiebusiness

Wie angekündigt, hier meine zwei Cents zum Bericht "Google will ins Energiegeschäft" bei Golem. Man mag jetzt spontan sagen, dass die Leute dort keine Ahnung von dem Geschäft haben und dass deswegen das ganze zum Scheitern verurteilt ist. Ich habe damit kein Problem, sollen die es halt mal versuchen. Weil:
  • Die Clans der Energiewirtschaft mal ein bisschen echte Marktwirtschaft sehr gut vertragen können
  • Wenn Google keine Ahnung von einem Geschäft hat, kauft es sich die Ahnung
  • Ich traue Google zu, das Thema nüchtern und ohne weltanschaulich verbrämte Vorurteile anpacken zu können.
  • Bis jetzt hat alles fuktioniert, was Google sich vorgenommen hat.
Das soll jetzt bitte nicht als Google-Fanboy-Hymne verstanden werden - dass es sich mir so darstellt, heißt nicht, dass ich es in letzter Konsequenz gutheiße.

Don´t Be Evil

Heute ist auf Golem fast ein Feuerwerk an diskutablen, berichtenswerten Nachrichten. Jetzt gerade kam die zweite große Google-Nachricht des Tages herein: Google will ins Energiegeschäft (dazu ein extra-Post etwas später). Und ein Trend bestätigt sich: Google-Bashing ist in, die Angst vor der Datenkrake und dem zweiten Microsoft ist eindeutig en Vogue. An vielen Stellen ist der Vergleich mit Microsoft sogar gerechtfertigt, an zwei zentralen Stellen jedoch nicht:
  • Google hat seine Vision selbst entworfen und umgesetzt. Sicherlich kaufen die Jungs auch ein wie wild, aber der Kern ist Ergebnis einer Vision, Zukäufe dienen dazu die Idee zu ergänzen und abzurunden.
  • Google hat von Anfang an verstanden, was Benutzer wirklich haben wollen: nicht Features, Funktionen und Software, mit der man alles machen kann, sondern Lösungen für Alltagsprobleme (wie Kommunikation mit weit weg wohnenden Verwandten, Erinnerungen an Geburtstage, im Internet finden, was man sucht, genau die Nachrichten, die man lesen will ...).
Ich meine, wer sich mal die Oberflächen von Google-Produkten anschaut, bemerkt sehr schnell, dass die nicht wirklich hübsch sind - aber sie funktionieren und werden genutzt - das ist der Punkt, den Microsoft heute noch nicht verstanden hat.

Und schließlich der Aspekt mit dem finanziellen Interesse: natürlich wollen die Geld verdienen. Ich verstehe aber nicht, was an Geldverdienen böse sein soll - die Frage ist doch, ob man andere dabei ausbeutet. Ich persönlich nutze sehr viele Google-Dienste (inklusive Ad-Words, bezahle also auch teilweise dafür) und fühle mich ehrlich gesagt nicht wirklich ausgebeutet.

In GMail habe ich Anzeigen, die zu meinen Mails passen - so what? Mir ist aufgefallen, dass ich hin und wieder sogar auf eine klicke, weil sie halt manchmal tatsächlich recht gut passen. Und nein: ich habe kein Problem damit. Weil es bei Google keine alte Sau (Person) interessiert, ob ich gebrauchten Nasenpopel verkaufe oder perverse Spiele mit meinem Hamster treibe oder sonstwas. Die sind glücklich, wenn ich möglichst oft auf eine solche Anzeige klicke und glücklich bin mit dem, was dann passiert. Das impliziert auch, dass sie sich ordentlich Mühe geben, mir die richtigen Anzeigen zu präsentieren. Was ist daran schlecht?

Natürlich glaube ich auch nicht vorbehaltlos, dass alle Google-Mitarbeiter bedingungslos die "Don´t be evil"-Direktive umsetzten, so geht es uns allen: da ist man mal etwas bequem, da will man einen Vorgesetzten beeindrucken und schwupps hat man eine kleine Sünde begangen, die nicht zu 100 % zum hehren Vorsatz passen mag. Aber da mag sich jeder an die eigenen Nase fassen, denn das passiert wirklich jedem. Tendenziell ist mir Google aber immer noch deutlich sympatischer als andere Marktteilnehmer.

Einige Links:

Handelsblatt vergreift sich im Ton

Nur ein kleiner Schmunzler am Rande:



Ich habe mich halt schon gefragt, was Google jetzt statt dessen verwendet? Flash-Speicher ist ja ziemlich in Mode, dieser Tage ...

Aktienspam per Fax oder: wer ist eigentlich Paul?

Ich muss zugeben, ich dachte für einen (sehr kurzen) Moment wirklich, das Fax käme von einem Paul, den ich kenne. Allerdings war mir dann auch schnell klar, dass die Aktienspammer jetzt auch das Faxgerät entdeckt haben. Kommt ja auch viel seröser ...

Ach ja, liebe Kinder: wenn Ihr so ein Fax bekommt, es ist im Normalfall keine wirklich gute Idee, eine solche Aktie zu kaufen, geschweige denn mehrere ...

Nachtrag am 11.12.2007:
Shopblogger Björn hat jetzt auch eines bekommen

Patente grotesk 3: IBM und die Werbepausen-DVD

Kurz, was es ist: man hat eine DVD mit einem Film drauf. Zusätzlich gibt es Werbespots, die den Film unterbrechen - also Fernsehfeeling von der Silberscheibe. Soweit nicht ungewöhnlich. Die Werbespots können auch aus dem Internet nachgeladen werden - aha, jetzt wird es schon "aufregender" (das meine ich hier doppeldeutig :). Aber der Clou ist: ich kann Zertifikate kaufen und bin die Werbung los - und das ermöglicht dann schon ganz neue Nutzungs- und Gecshäftsmodelle.

Ob es sich durchsetzt, steht in der Sternen. Es ist wieder eine der Ideen, vor denen ich ratlos kapituliere. Oft ist es ja so, dass man zuerst denkt "was für ein Schwachsinn" und zehn Jahre später ist die Erfindung so alltäglich, dass man sich das Leben ohne gar nicht mehr vorstellen könnte.

Gefunden bei Golem.

Enthüllung: BKA speichert IP-Adressen!

Golem berichtet heute morgen über eine sensationelle Enthüllung, einen Skandal gar! Das BKA speichert bereits seit 2001 anlassbezogen die IP-Adressen von Besuchern ihrer eigenen Website! Wahnsinn! Aber ein Gutes hatte das sicher: so konnten die ganzen Verbrecher überführt werden, die so blöd waren, die BKA-Website zu besuchen ... (?!).

Jetzt muss ich Euch etwas gestehen: Ich habe eine Zeitlang die Logfiles meiner Webserver aufgehoben, und zwar auch welche deutlich VOR 2001. Da sind auch IP-Adressen drinnen. Komme ich jetzt ins Gefängnis?

Montag, 26. November 2007

Die World Toilet Association ...

... hat sich zu ihrer Inaugurationsfeier in Seoul/Südkorea getroffen. Ziel der Organisation ist es, durch eine "Toiletten-Offensive" Menschenleben zu retten. Nach Schätzungen der Organisation stehen rund 2,6 Mrd. Menschen keine adäquaten Toilettenanlagen zur Verfügung. Zudem fordert die World Toilet Association die Tabus in diesem Bereich zu brechen.

Ich gebe zu, ich musste schon erstmal grinsen, als ich das gelesen habe. Aber das ganze hat einen sehr ernsten Hintergrund. "Jährlich sterben mehr als 1,8 Mio. Menschen aufgrund unzureichender sanitärer Maßnahmen. 90 Prozent davon sind Kinder", so Shigeru Omi, WHO-Direktor der Western Pacific Region.

Endlich: hübsches Handy mit zwei SIM-Karten

Aber leider wieder nicht von einem gängigen Hersteller, was die Beschaffung auf Firmenkosten zumindest erschweren dürfte (ausserdem habe ich gerade ein neues Firmenhandy bekommen). Ansonsten ist die Beschreibung des WND Duo Atom bei Golem schon ganz annehmbar: Touchscreen, Java, SD-Karten und Bluetooth sogar inklusive Stereoprotokoll (A2DP). Das einzige, was mir wirklich fehlen würde, ist UMTS - wobei aber auch nicht berichtet wird, dass es nicht dabei ist :).

Gimmicks sind auch an Bord: So ist zum Beispiel jeder SIM-Karte ist eine Seite des Gerätes zugeordnet. Man kann das Handy drehen, ein Sensor stellt fest, wie herum man es hält und wählt die entsprechende SIM-Karte für ausgehende Anrufe. So spart man sich einen zweiten Satz Knöpfe und das ganze ist auch noch stylish. Ich werde mir das Teil mal in echt ansehen, vielleicht mag ich es ja dann zu Weihnachten haben.

Junge Chinesen "digitaler" als US-Amerikaner

So meint zumindest eine Studie des amerikanischen Medienkonzerns IAC/InterActiveCorp und der amerikanischen Werbeagentur JWT. So führen etwas über 60 % der Befragten ein zweites, paralleles, digitales Leben im Internet, während dies nur 16 % der gleichaltrigen Amerikaner tun. Die Kehrseite: Die Onlinesucht scheint im gleichen Ausmaß verbreitet zu sein ... vermutlich, weil die Vergleichsgruppe statt dessen trinkt oder krankhaft frisst (vergleiche meinen Post zur Online-Sucht). Details zur Studie bei Golem.

Alte Fotos 10: Amrum

Keine große Geschichte dazu - ein wunderschöner Spaziergang auf einer wunderschönen Insel.

2 Millionen Deutsche sind angeblich onlinesüchtig

Ärzte und Kommunikationswissenschaftler, die sich zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) getroffen haben, vertrauen auf aktuelle Studien, die von eine Dunkelziffer von rd. 2 Millionen Online-Süchtigen ausgehen. Sie diskutierten nun vom 21. bis zum 24. November in Berlin über Ursachen, Folgen und Therapiemöglichkeiten dieser Erkrankung.

"Das Internet ist für viele Betroffene ein Weg, um vor Enttäuschungen und Problemen in eine Scheinwelt zu fliehen und sich von negativen Gefühlen abzulenken", erläutert Karl F. Mann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie und Mitglied der DGPPN.

Ich würde jetzt nicht behaupten wollen, dass diese Online-Sucht kein Problem darstellt. Allerdings wird bei vielen solcher Berichte gerne vergessen, dass die Betroffenen in der Regel generell Probleme haben, welche das Suchtverhalten erst auslösen. Bei manchen Menschen schlägt das in Alkohol um, bei anderen in Tabletten, Arbeit oder Essen (seufz!). Bleibt zu fragen, warum Suchtverhalten als solches augenscheinlich immer häufiger auftritt; eine einfache Erklärung wäre der Untergang des Abendlandes.

Nachtrag am 3.12.2007:
Eine ausgewogene Betrachtung des Themas im Nachgang der Konferenz ist heute bei Golem zu lesen.

Das Handelsblatt hat Google verstanden

Wollte ich nur mal kurz darauf hinweisen: ein ganz passabler Artikel über Google, wie es funktioniert (ungefähr :), wie wichtig die SEO (Search-Engine-Optimization) für Unternehmen ist und welche Mythen und (teilweise) dubiosen Dienstleistungsanbote sich sich um dieses SEO ranken. Lesenswert.

Zum Artikel im Handelsblatt.

Xibben - Web-2.0-ige Suchmaschine

Heute ist die neue Suchmaschine Xibben gestartet*. Dabei wird eine "normale" Suchmaschine mit Web-2.0-Elementen verbunden. Benutzer sollen Links bewerten oder aktiv Links empfehlen können. Die so gewonnenen Informationen sollen die Qualität der Suchergebnisse verbessern. Erste eigene Versuche haben noch nicht wirklich viel erbracht, was Google nicht auch könnte. Ich schreibe das mal dem Umstand zu, dass das Projekt erst am Anfang steht - mal sehen, wie das in einem Jahr ist. Die Idee an sich ist im Prinzip ja nicht ganz unclever.

Das Logo und die gesamte Aufmachung ist jedenfalls schon mal seeeehr Web-2.0-ig: gespiegeltes Logo, eigenartiger Name, der Zusatz "beta" - alles da, was eine Web-2.0-Social-Network-Community-Brand benötigt. Nur die Bonbon-Farben fehlen.

Ach ja, hier geht es lang.


*) wer sich übrigens mal gefragt hat, warum neue Webdienste so bescheuerte Namen haben: nein, nicht weil sie so cool sind; die ernüchternde Erklärung ist, dass die guten Namen halt schon weg sind :)

Die Grünen und ihre Logos

Am Wochenende haben die Grünen sich einen neues Logo gegeben, nachdem letztes Jahr bereits ein Anlauf gescheitert war. Wie bei jeder anständigen Firma hatte es damals Knatsch gegeben, weil nicht jeder, der sich dazu berufen gefühlt hatte, angemessen gefragt wurde. Darum wurden diesmal eine Arbeitgruppe beauftragt, eine Jury und was weiß ich nicht noch alles. Mich wundert fast, dass nicht ein UN-Beobachter kontrolliert hat, ob bei der Wahl beim Parteitag auch alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Putzig fand ich auch, dass neben den Entwürfen, die Saatchi eingereicht hat, auch ein Entwurf des Kreisverbandes Berlin-Pankow zur Abstimmung gelangte. Recht so, das bringt die Basisdemokratie einen erheblichen Schritt voran!

Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass ich mich an den Vorgänger des aktuellen Logos gar nicht mehr erinnern konnte, was mich dazu veranlasst hat, ein bisserl zu googeln. Da war nicht mehr viel zu finden, nur bei einem kleinen Kreisverband war noch etwas im Google-Cache.

Das Foto vom Schell Manni in der Sixt-Werbung ...

... wirft bei mir Fragen auf: warum hat man nicht den Mehdorn Harti hergenommen? Oder wenigstens beide (ihr wisst schon, der Sack in den man alle reintut und dann mit dem Knüppel ...)? Hat der Mehdorn Harti eine bessere Rechtsabteilung? Für denkbar halte ich das, aber nicht für gottgegeben ... BTW: ist das Ding überhaupt echt? Oder bin ich alter Hase einem Hoax aufgesessen?!

70 PC-Lüfter - das ist cool, man!

Mal wieder ein Nerd-Posting: ein Knabe aus Neuseeland hat seinen PC mit sage und schreibe 70 Lüftern ausgestattet. Nach eigenem Bekunden ein bisserl laut, und nicht unbedingt effektiv, aber er begreift es auch eher als Kunstprojekt. Wobei er Wert darauf legt, dass die Kiste läuft ...

Wer es genau wissen will: Hier geht es zum 70-Lüfter-PC.

Sonntag, 25. November 2007

Holzpellets und Feinstaub - die neue, alte Sau im Dorf

Der Sonntagsaufreger regt mich gleich doppelt auf: Laut Pressemeldungen überlegt die Regierung, Holz- und Pelletsöfen mit einer Mess- und Russfilterpflicht zu belegen. Eine entsprechende Novelle der Bundes-Immissionsschutzverordnung soll noch in diesem Jahr im Berliner Kabinett beraten werden. Holzöfen pusten angeblich mehr Feinstaub in die Luft als alle Dieselfahrzeuge in Deutschland, einschließlich der Lastwagen, zusammen. Die Novelle sieht vor, dass die Schornsteinfeger künftig die Abluft von Holzöfen messen müssen (haha, "müssen"). Erfüllen diese nicht die Grenzwerte, müssen die Feuerstätten mit Filtern nachgerüstet oder stillgelegt werden.

Warum mich das aufregt? Zum einen, weil ich gerade eine Pelletheizung eingebaut habe, unter anderem, weil mich die Aspekte "nachwachsender Rohstoff" und die CO2-Bilanz überzeugt haben. Zum anderen, weil ich in letzter Zeit mal ein wenig über dieses eigenartige Kaminkehrer-Monopol nachgedacht habe. Man muss sich das mal vorstellen: man bekommt Gebietsschutz und die Kunden müssen die Leistung abnehmen, ob sie wollen oder nicht, ob sie benötigt wird oder nicht. Mein zuständiger Kaminkehrer ist zwar ein sehr netter Mensch, aber ganz ehrlich: im Vergleich dazu zahle ich sogar die GEZ-Abgabe gerne.

Und jetzt zur eigentlichen Sache: die Feinstaubgeschichte kommt irgendwie jedes Jahr mal hoch. Das letzte Mal im Januar, als ein Bericht in "Plusminus" die Republik aufscheuchte. Fakt ist, dass es offensichtlich kein Fakten gibt: die eine Seite giftet gegen Pellets, die andere dafür. Vom Deutschen Energie-Pellet-Verband eV habe ich immerhin ein Elaborat gefunden, in dem einige Hintergrundinformationen geammelt sind. Sicherlich sind auch die "gefärbt", aber immhin ...

Samstag, 24. November 2007

Alte Fotos 9: Kreta

Kreta 2001 - ich würde wirklich zu gerne die Geschichte zu diesem Bild kennen ...

Spreewaldgurken auf Lifestyle gedreht

Bei Björn gefunden: Spreewaldgürkchen als Lifestyle-Item mit Doppelnutzen. Er wird sie wohl nicht in sein Sortiment aufnehmen ...

Wobei: Ich finde das eigentlich eine recht gute Idee - einerseits, weil mir Gürkchen halt schmecken und mir ein ganzes Glas in der Regel zu viel ist, andererseits, weil man wirklich dümmere Sachen als Lifestyle-Gedöns verkauft bekommt.

Das hat schon fast etwas selbstironisches, ein typisches "Ossi-Produkt" (no offense intended ;) wird zum Lifestyle-Item ... Beim Preis zucke ich allerdings dann schon wieder: für das Geld (1,19 - 1,38) bekomme ich auch ein ganzes Glas voll ...

Ein Staubsauber für den Schreibtisch

Naja, es gibt wirklich haufenweise überflüssige Sachen, die man an den USB-Port anschließen kann, und da ist der Weihnachtsbaum oder der Tassenwärmer bei weitem nicht das allerüberflüssigste sondern nur überflüssig. So war ich auch nicht überrascht, als ich darüber gestolpert bin. Aber kurz nachgedacht (und den Blick über meinen Schreibtisch schweifen lassend): so blöde ist das gar nicht ...

Blöderweise sind die Dinger in dem Shop ausverkauft, und nur wegen sowas in den US of A etwas bestellen, nur um dann dumme Fragen vom Zoll zu bekommen - ne, also, muss dann auch nicht unbedingt sein.

Ich kucke jetzt noch schnell bei Alibaba, ob ich einen Karton geliefert bekommen und mache selber ´nen Shop auf.

Alte Fotos 8: Keine Ahnung wo & wann ...

... aber bei diesem Foto habe ich ehrlich nur die Katzer und Staub retuschiert - sonst nix!

Dove Evolution Parody

Als ich vorhin den "Dove-Spot" gesucht habe, bin ich (natürlich) über eine Parodie gestolpert.
Thank God our perception of real life ist distorted

Schönheit per Mausklick

Wieder ein Stück Software, das die Menschheit unbedingt benötigt. Die Firma Anthropics Technology (http://www.anthropics.com) hat ein Grafikprogramm entwickelt, das nur eine Aufgabe hat: aus Durchschnittsmenschen Schönheiten zu machen - zumindest virtuell im Computer. Gut, ich habe ja Verständnis dafür, dass man auf dem Bewerbungsfoto oder dem Bildle für das Profil in der Partnerbörse nicht unbedingt jeden Pickel sehen muss. Auch rote Augen vom Blitz müssen ja nicht sein.

Aber die Software geht ja noch ein ganzes Eck weiter: Gesichtskonturen werden automatisch korrigiert, Größe, Farbe und Position der Augen an ein im Programm integriertes Ideal angeglichen. Und da wird mir schon anders. Gerade das mit den Gesichtskonturen erinnert mich an das Mädchen aus der Dove-Werbung (das mir persönlich übrigens vor der Aktion besser gefallen hat als nachher, aber das nur am Rande). Auf der Website sind dann noch einige Beispielfotos: der Asiate bekommt größere Augen, die Afrikanerin eine kleinere Nase. Sorry, aber das ist echt krank.
No wonder our perception of beauty is distorted

Software, die dumme Sprüche filtert

Im Rahmen des "StupidFilter Project" http://stupidfilter.org entwickeln die Informatiker Gabriel Ortiz und Paul Starr eine Filtersoftware, die Webforen und Blogs frei von dummen Sprüchen und sinnentleerten Kommentaren halten soll.

Wow, wenn das funktioniert, sind gehören viele Probleme des menschlichen Miteinanders der Vergangenheit an, zumindest in Internet-Foren.

Posts in Foren oder Feedback-Funktionen werden von der Software benotet. Dabei ist eine 1 höchstwahrscheinlich ein vernünftiger und sinnvoller Kommentar, eine 5 deutet auf hochgradigen Trollversuch hin. Gut ist, dass dem Anwender selber überlassen bleibt, was er mit der Einstufung macht: er kann z.B. Schwachsinn ganz ausblenden oder entsprechend kennzeichnen (mir würde da schon was einfallen: wie wäre es mit einem Symbol, das einen stinkenden Fisch symbolisiert? Oder einem Nerd, der auf einen Blick in den Kalender feststellt: "ach so, es ist ja Freitag!").

Technisch waren jedenfalls wohl keine Quantensprünge erforderlich: Im Prinzip funktioniere die Software genauso wie ein Spamfilter, erläutert Ortiz.

Hier kann man es mal ausprobieren - die Software verwendet als Quelle wohl youtube - wer da shcon mal einen Blick in die Kommentare geworfen hat, weiß warum :)

Bleiben aus meiner Sicht folgende Probleme:
  • Leider bislang nur englisch.
  • Die Entwickler selbst geben zu, dass die Software noch ein Problem mit feiner Ironie hat.
  • Wenn solche Software eingesetzt wird, müssen einige Forenbetreiber (heise, Golem) wohl zumindest an Freitagen mehr Rechenzeit einplanen.

Freitag, 23. November 2007

Patente grotesk 2: Apple vs. [alle anderen]

Dass meine Vorhersage sooo schnell eintreten würde, hatte ich eigentlich nicht gedacht. Apple möchte sich ein User-Interface namens "Multitouch" patentieren lassen. Letztlich die Möglichkeit, einen Touchscreen nicht nur an einer Stelle berühren zu können, sondern an mehreren gleichzeitig. Dass das Sinn macht, zeigt übrigens ein Video von diesjährigen TED-Conference - nebenbei beweist dieses Video auch, dass die Idee eben nicht unbedingt neu und nicht zwangsläufig von Apple ist.

Alte Fotos 7: Gaulden Manor, Somerset

Ein wunderschöner Garten in Südengland, ca. 1989 (Tina? Evi?)

Donnerstag, 22. November 2007

Firefox immer lahmer

Golem und andere berichten vom hohen Ressourcenbedarf von Firefox 3 Beta 1. Features wie Phishing- und Malwareschutz seien die Ursache.

Ich habe aber schon länger, auch bei den 2er-Versionen das Gefühl, dass das Teil zunehmend unhandlich wird: hier ein Absturz durch ein Flash-Filmchen, dort unerklärliche Kunstpausen von mehreren Sekunden ... gut, mag zum Teil auch daran liegen, dass ich gerne mit praktischen Add-Ons herumspiele ...

Jedenfalls
erinnert mich diese Entwicklung fatal daran, wie es "damals" bei Einführung von Netscape 4 war. Dessen Vorgänger war eigentlich ganz in Ordnung und der "politisch korrekte" Browser. Der 4er war einfach nur ein ressourcenfressendes Monstrum, das ständig abgestürzt ist, langsam und buggy. Dummerweise war die einzige Alternative der Internet-Explorer, auch kein Juwel der Softwarekunst, aber im direkten Vergleich haushoch überlegen.

Tja, so war das damals ...

Gottseidank gibt es heute noch eine andere Alternative, Opera soll ja net schlecht sein, es ist wohl langsam an der Zeit, sich das mal anzuschauen ...

Der Kindle - ich habe nochmal ein wenig nachgedacht

Hm. Man soll zu seinen Fehleinschätzungen stehen. Einige meiner etwas ... harschen Kritikpunkte möchte ich ein bisserl relativieren: das Design finde ich zwar immer noch bescheiden, aber mir ging es ja um die Preismodelle dahinter.

Die klare Ansage durch die sportliche Preisgestaltung ist ja irgendwo auch: "Content" ist nicht wertlos, es geht ja nicht um die Verpackung, sondern um den Inhalt. Wenn ich mir die Besonderheiten* der Verlagsbranche ansehe, wird der Schnitt vielleicht sowohl für Amazon, als auch die Autoren größer. Ich habe kein Problem damit, wenn eine Firma gut verdient - solange sie dabei keinen behumst.

Und wer braucht schon Buchhändler? Das ist wahrscheinlich ein vom Aussterben bedrohter Beruf - aber das kommt ja nicht von heute auf morgen. Ich würde meinen Kindern jedenfalls keine Buchhändler-Lehre empfehlen.

Auch die Idee, ansonsten kostenlose Inhalte zu bepreisen, hilft vielleicht vielen ernsthaften Bloggern (ernsthafteren als mir :) ihre kreative Arbeit zu monetarisieren, ohne sich mit Werbung und bezahlten Artikeln verbiegen zu müssen. Ob Amazon das machen wird, steht in den Sternen, ich glaube aber, dass die keinen Lack gesoffen haben und es tun werden.

Bleibt der Punkt mit den eigenen Inhalten. Und da kann es sein, dass wir Amazon falsch verstanden haben ...

Hier übrigens noch eine Übersicht über am Markt erhältliche eBook-Reader ("old crappy ones not included" :).

Und, nein: ich habe kein Geld oder sonstige Zuwendungen von Amazon erhalten (Falls Terry mitliest: warum eigentlich nicht?!)

*) es ist kein Zufall, dass Amazon damals mit Büchern begonnen hat, das ist mit das margenstärkste, was man als Händler haben kann (bis 50 %). Und durch die Ladenpreisbindung in Deutschland muss man sich über Wettbewerb nur noch insofern Gedanken machen, als man halt ein schöneres Schaufenster und die bessere Lauflage braucht.

Mützen sind doof ...

... findet der Flix. Wie recht er doch hat ...

Es sagte: [unbekannter Urheber]

Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz.
Wer mit 30 immer noch Kommunist ist, hat kein Hirn
Der Spruch wird vielen Urhebern zugeschrieben: mit Google finden sich unter anderem Bertrand Russel, Oliver Hassencamp (Burg Schreckenstein?! Der?!), Winston Churchill, Theodor Fontane oder George Bernhard Shaw zugeschrieben, um nur einige zu nennen.

Jedenfalls musste ich an diesen Spruch denken, als ich diesen Post hier bei Björn gelesen habe :)

Patente grotesk 1: Nokia vs. Sidekick

Ich bin wirklich für den Schutz von geistigem Eigentum. Patente und Markenschutz sind aus meiner Sicht ein wichtiges Instrument für den Fortschritt. Aber manchmal nimmt das auch groteske Formen an: so möchte sich in den USA Nokia etwas patentieren lassen, was es schon gibt (konkret: den Klappmechanismus von diesem komischen Sidekick-Teil). Ich kenne mich jetzt mit dem amerikanischen Patentrecht nicht so sonderlich gut aus, beim deutsch/europäischen wäre das jedenfalls nicht möglich: Konzepte, die bereits als "allgemeiner Stand der Technik" verstanden werden können nicht patentiert werden. Wobei das sicherlich oft Sache der Auslegung ist :)

Details bei Golem.

Schon dreist. Aber wahrscheinlich kennen wir alle wieder mal nur die halbe Geschichte und regen uns künstlich auf.

Ich habe trotzdem beschlossen, eine Serie aus dem Thema zu machen - ich bin recht zuversichtlich, bald schon einen zweiten Teil zeigen zu können :)

Tja, so war das damals mit dem HTML ...

... einige Sachen hatte ich schon fast verdrängt :)

=> kuckt mal

Alte Fotos 6: Dahoam irgendwo

Irgendwo zwischen Dorfen, Erding und Haag ...

Apple benutzerfreundlich?

Die Benutzerfreundlichkeit von Apple-Produkten wird ja immer wieder thematisiert. Ich frage mich, wie da passieren kann, dass ein Schauspieler das Ding verkehrt herum hält? Häme!
Hier und hier zu sehen. Schadenfreu!

Mittwoch, 21. November 2007

"Birth Of A Gadget" - schöner Artikel auf Wired

Auf wired.com ist ein schöner, reich bebilderter Artikel zur Entstehung eines Produktdesigns bei Frogdesign zu lesen. Am Beispiel eines Gehäuses für eine externe Festplatte wird auf alle Aspekte eingegangen: Kundenwünsche, Prototyping mit 3D-Printern, kostensparende Herstellung des Serienprodukts ... lesenswert!

Alte Fotos 14: Ronda

Ronda in Andalusien, 1998, soweit ich erinnere ... wenn ich mal auswandere, dann nach Andalusien - ¡sólo hay un!

Alte Fotos 6: Kreta, Samaria-Schlucht

Heiß war es, anstrengend und heiß. Aber schön - nichts für Herzschwache und Fußlahme. September 2001.

Dienstag, 20. November 2007

Dieses ... Ding von Amazon

Ich mag Amazon. Wirklich. Bis jetzt haben die Leutels dort ziemlich viel dafür getan, mein Leben zu vereinfachen. Dann kam der "Kindle Book Reader". eBooks auf einem speziell darauf ausgelegten Lesegerät, das hört sich erstmal gut an. Das Gerät ist zwar häßlich, aber die Vorgaben des Pflichtenhefts wuden erfüllt:
  • leicht und kompakt, gut zu handhaben
  • hoher Kontrast und hohe Auflösung von rd. 200 dpi (das ist mehr als eine Zeitung)
  • lässt sich wohl auch in der Sonne gut lesen
  • man kann sogar anmerkungen zum Text eintippen
  • Platz für 200 Bücher (ok, das könnte man noch ausbauen ...)
  • Verbindung über W-LAN - erwähnte ich schon, dass ich Kabel hasse?
  • Wikipedia immer dabei

Jetzt kommen die Hämmer, die die Vorteile für mich - zumindest derzeit - auf gar keinen Fall aufwiegen:
  • das Teil kostet 399 $!
  • ein Buch kostet mit $ 9,90 mehr als ein Papierbuch (jedenfalls als Paperback)
  • eigene (!) Inhalte in das Format des Kindle zu konvertieren geht nur über einen Amazon-Dienst (!!) und der kostet auch noch Geld (!!)
  • Blogs - hat Amazon auch kapiert, dass es die gibt. Ein Abo eines - an sich kostenlosen Blogs kostet plötzlich (wenn die Blogger einen nennenswerten Anteil davon bekommen, würde ich diesen Kritikpunkt relativieren :)

Wer sich das mal anschauen mag: Amazon kleckert diesmal wirklich mit der Produktbeschreibung: Videos, Fotos und alle Details.

Nachtrag am 22.11.: das Bestechungsgeld von Amazon ist daich habe das ganze nochmal durchdacht

Alte Fotos 5: ein gelber Bus

Ich finde es erstaunlich, wie ich nach ein bisserl Nachdenken am Ende doch immer wieder darauf komme, wann und wo die Bilder entstanden sind - vielleicht fehlt uns da in 20-30 Jahren ein schönes Stück Gehirnjogging, mit diesem ganzen Exif- und GPS-Kram ...

Das war jedenfalls 1997, Oktoberfest zu München.

Interview mit David Braben, Vater von Elite

Der eine oder andere mag es ja schon mitbekommen haben: Elite fand ich damals ziemlich gut. Es ist schön, aus erster Hand äh erstem Mund (hä?) etwas zu den Machern und zur Entstehungsgeschichte zu erfahren. Dabei erfährt man zum Beispiel, dass es (beruhigend!) auch Spieledesigner eigentlich "ziemlich krank" finden, wenn das Ziel eines Spiels ist, möglichst wenige Tote zu haben.
Jedenfalls gibt es ein Interview mit einem der Väter von Elite bei Golem - lesenswert!

Nachtrag um 19:04
So, habe jetzt noch ein wenig gegoogelt:

Alan Parsons Project: Pyramids

Wieder mal eine meiner Lieblings-CDs. Erschienen 1978, ich selber bin ca. 1988 damit in Berührung gekommen. Was mir bei allen Alan-Parsons-Platten gefällt, ist auch hier der Fall: man kann sie auf einmal durchhören, ein Lied passt zum nächsten und trotzdem ist jedes für sich ein kleines Juwel. Melodisch, nicht allzu seicht, manchmal witzig und nie langweilig. Wunderbare Musik fürs Autofahren!

Anspieltipps:
  • The Eagle Will Rise Again
  • One More River
kaufen =>

Berle

Montag, 19. November 2007

Alte Fotos 4: Dagebühl

Ein Blick von der Fähre nach Amrum auf ein paar Badehäuschen in Dagebühl. Hat was von Lego, finde ich ...

Telefonmarketing mal anders ...

Gerade klingelt das Telefon: ich habe gewonnen! Eine freundliche Stimme vom Band erzählt mir, dass ich mit 87 % Wahrscheinlichkeit gewonnen habe - jetzt muss ich nur noch die "0" drücken, was mich nichts kostet. Den Spaß habe ich mir gegönnt, es meldet sich das (gar nicht mal unsympathische) Piepsestimmchen einer Schülerin (ein Königreich für die Ganzetagesbetreuung!):

Callcenter-Mädel (C): Guten Tag, mein Name ist Piepsi Müller, was kann ich für Sie tun?

Ich (I): Naja, ich bin angerufen worden...

(C): Vom Automaten?

(I): Ja, ich glaube schon ...

(C): Ah! Also: zum unserem 30-jährigen Jubiläum können Sie 20 Spielscheine spielen mit 87 % Gewinnchance - wo doch jetzt der Jackpot ist ...

(I): Äh, ja, wie ... Sind Sie jetzt vom Lotto?

(C): Ja, das ganz normale Lotto 6 aus 49 ...

(I): Aso, dann ist das ja seriös, aber welche Firma ist das denn jetzt? Sind Sie diese Tipp24? Sieht man ja jetzt überall Werbung für, muss ja seriös sein ...

(C): Nein, wir sind der Deutsche Lottoservice Kiel ... ups ... wollen Sie mich jetzt anzeigen?!

(I): Sie nicht, aber Ihre Firma ...

Soweit noch "Standard" - jetzt wird es eigenartig:

(C): Ok, ich leite Sie an unsere Abteilung für solche Fälle weiter.

Ich höre einige Wähltöne und dann einen Ton, der sich genauso anhört wie wenn jemand einfach aufgelegt hat :)

War das jetzt gemein von mir?

23andme - Ich selber im Internet, genetisch zumindest

Bin gerade bei Golem auf eine interessante Sache gestossen. Ich versuche mal, mit eigenen Worten zu erklären, was ich davon verstanden habe: einem (soeben von Google gekauftem) Web 2.0-Dienst kann man eine Genprobe (i.e. Spucke) von sich senden. Dort wird diese analysiert und die Ergebnisse in einem geschützten Bereich hinterlegt. Optisch hübsch aufbereitet kann man sich nun auf die Suche nach genetisch nah Verwandten machen und prüfen, ob man die eine oder andere Erbkrankheit hat, aber auch, ob es dafür vielleicht sogar schon Behandlungsmöglichkeiten gibt. Der aktuelle Stand der Forschung wird dabei laufend eingepflegt.

Zunächst: die allgemeine Infoseite zu Genen finde ich schön gemacht und eigentlich alleine eine Surftipp wert. Edutaintment pur, ohne dabei ungenau zu werden (soweit ich es beurteilen kann). Für Experten (Wissenschaftler und Mediziner) gibt es dann nochmal einen eigenen Bereich mit tiefergehender Information, der auch öffentlich zugänglich ist.
Zum eigentlich Geschäftsmodell kann ich wenig sagen: wenn man seine Spucke eingeschickt und knapp 1.000 Dollares überwiesen hat, bekommt man Zugang zu web-basierten Tools, mit denen man sein Genom untersuchen und auswerten kann. Ich zitiere mal:
You can discover your origins, learn what the latest genetic findings may mean for you, and connect genetically with friends, family, and others across the globe.
Hm. Vielleicht wird es irgendwann mal preiswerter, im Moment ist das noch nix für mich.

So, jetzt ist eines absehbar: es wird neue Verschwörungstheorien geben, der gläserner Mensch wird kolportiert und sowohl die Regierungen als auch Google sind ganz böse.

Ich habe da eine eigene Theorie: Weder die Regierungen noch Google interessieren sich dafür, ob ich einen genetisch bedingten Hang zum Nasenbohren habe. Und falls es anders wäre - einen Unterschied gäbe es dann doch: das Motiv von google (nämlich Geld zu verdienen) ist weitaus weniger fragwürdig als alle theoretisch denkbaren Motive einer Regierung.

Wohlgemerkt: ich bin schon dafür, dass jeder Mensch ein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung hat, die nur durch die Judikative und nur soweit absolut notwendig und in Ausnahmefällen aufgehoben werden kann. Mich stört halt dieses unreflektierte, reflexartige Gegröle nach besserem Datenschutz. Es ist für mich immer weider erstaunlich, wie voreingenommen und ... konservativ gerade junge, technikaffine Menschen des politisch tendenziell linken Spektrums reagieren. Von ihnen würde ich eigentlich einen konstruktiven, neugierigen und offenen Umgang mit neuer Technologie erwarten.

Unsere Gesetze sind meines Erachtens gar nicht mal so schlecht, was Datenschutz angeht, sogar mit Vorratsdatenspeicherung. Dass diese Gesetzte von
selbstgerechten Richtern und überforderter Exekutive teilweise lax, übereifrig, unbedacht und teilweise schlich tfalsch umgesetzt werden, ist freilich kritikwürdig und muss angegangen werden, kein Vertun!

So, Community, jetzt dürft ihr mich bashen :)

Guten Morgen am Zug 2

Blick auf das Isental aus dem fahrenden Zug von Mühldorf nach München, zu einer unmenschlich frühen Uhrzeit ...

Irgendwo im Hintergrund wird jetzt wohl die A94 gebaut. Ich sehe dem mit gemischten Gefühlen entgegen: einerseits würde mir die Autobahn jeden Tag eine Stunde Lebenszeit "schenken", andererseits: muss sie geradewegs durchs Isental führen?

Ein Kleiderschrank für Nerds, Geeks und Männer

Foto copyright by University of South AustraliaDen Australiern wird ja gerne ein Hang zum Pragmatismus nachgesagt, seltener ein Sinn für modische Angelegenheiten. So ist zu hoffen, dass sich die beiden Knaben auf dem Bild kompetente Unterstützung geholt haben. Sie haben einen Kleiderschrank erfunden, der einem nicht nur sagt, welch Klamotten noch sauber sind, sondern auch wann man was und zu welcher Gelegenheit zuletzt getragen hat und daraus eine aktuelle Empfehlung ermittelt, was man anzuziehen kann. Aber das ist noch nicht alles: der Kleiderschrank kann auch auf den Terminkalender zugreifen und empfiehlt das Tragen einer Krawatte, wenn ein Termin mit der Hausbank ansteht. Zu verdanken haben wir diese Erfindung Aaron Toney und Wynand Marais von der University of South Australia. Und das meine ich nicht sarakstisch: sobald ich mir sowas leisten kann, kommt mir das ins Haus - noch vor dem denkenden Kühlschrank!

Den ganzen Artikel gibt es hier, darauf gekommen bin ich hier.

Sonntag, 18. November 2007

Akzeptanz neuer Technologien

Ich habe das Video gefunden, das ich beim Posting über Second-Life gesucht hatte. In meinem Hinterkopf hatte ich das unter Monty-Pythons abgespeichert, war mir aber nicht sicher. Im Moment bin ich mir noch nicht mal sicher, welcher Sprache da gesprochen wird (finnisch? dänisch? schwedisch? - wer es weiß kriegt nen Preis); macht aber nix, hat Untertitel ;)



Lustige Videos – Gratis Fun Video – Deine funny Videos bei Clipfish

Zu Apple ...

... pflege ich eine gesunde Hassliebe. Auf der einen Seite fasziniert mich deren Art, Dinge neu zu denken, wobei das Ergebnis regelmäßig so aussieht, dass man sich fragt, warum es nicht immer schon so war. Das iPhone ist auch so ein Fall: geniale Benutzerführung, viele Anwendungsmöglichkeiten (ist schon sehr nah an meiner Utopie eines echten "Mobile-Device", es fehlt eine passable Kamera, mehr Speicher, GPS-Empfänger ...).

Aber auf der anderen Seite gibt es regelmäßig irgendwelche "Hämmer" im Produktdesign. Im Fall des iPhone ist das ganz klar die fehlende UMTS-Fähigkeit - gut, wenn ich als Hersteller etwas nicht beherrsche, halte ich halt in der Werbung die Klappe.

Aber das ist eben Apple: warum machen die Wunderknaben Fernsehwerbung, in der die Internet-Video-Fähigkeit bewerben? Und sich dann wundern, wenn die Microsoft-Fanboys über einen herfallen, tsts ...

Ausstellung "First Life / Second Life"

Gestern ist ein interessant klingendes Projekt in Second Life gestartet. Eine virtuelle Ausstellung mit dem Thema "First Life / Second Life". Interessant ist der Aspekt, dass sie im realen Leben und im virtuellen Leben gleichzeitig stattfindet, die beiden Welten sich gegenseitig überlappen.

Ich wollte es mir (nachdem ich mir schon wieder einen neuen Patch für den Client installieren musste) gerade mal ansehen (habe ich schon erwähnt, dass ich nicht allzu oft "dort" bin?). Was soll ich sagen? Vielleicht ist der Platz völlig überlaufen, jedenfalls komme ich nicht hin: der Client stürzt jedesmal ganz gepflegt ab.

Hier ein Link, vielleicht habt Ihr ja mehr Glück:
=> Kunstausstellung First Life / Second Life

Es sagte: Benjamin Franklin

Zum Thema Geld und dessen Wert habe ich noch etwas nettes gefunden:
Willst du den Wert des Geldes kennenlernen, geh und versuche dir welches zu borgen.

Der Herr Spock jagt einen Bleistift



Erwähnte ich schon, dass draußen Schnee liegt? Nix für Katzen, deswegen habe ich den Herrn Spock hier am Hals. Immerhin hält er mir den Schreibtisch von bösartigen Bleistift-Schädlingen frei. Jaja, so war das immer zwischen Mensch und Katze: ein Zweckbündniss auf der Basis von Geben und Nehmen ...

Ach ja, falls Ihr Euch fragt, warum er "Herr Spock" heißt: kuckt Euch mal seine Ohren an. Außerdem kuckt er immer so ernsthaft.

Vorteil der Kälte => Katzencontent

Erwähnte ich, dass draußen Schnee liegt? Später kommt noch eine dynamische Serie eines Herrn Spock, der einen wehrlosen Bleistift erlegt.

Guten Morgen am Zug 1

Der Titel ist völlig ohne Bezug zu etwaigen aktuellen Begebenheiten gewählt :)

Bahnhof Schwindegg, aus dem Zug heraus, recht früh am Morgen.

Samstag, 17. November 2007

Iron Maiden: Seventh Son Of A Seventh Son

Habt Ihr in letzter Zeit mal Fernsehen gekuckt? Ist Euch bei der Sony-Werbung (ich glaube für HD-Camcorder) ein genialer Song untergekommen? Irgendwas mit "can I play with madness"? Ja, das ist von Iron Maiden.

Nach den "klassischen" Scheiben des New Wave Of British Heavy Metal (Number of the Beast und so weiter ... schon auch seeehr geniale Sachen!) begann 1986 mit Somewhere In Time bei Iron Maiden das, was ich mal als die "moderne Ära" bezeichnen würde. Ein Aufschrei ging damals durch die Fangemeinde, setzten die Jungs um Bruce Dickinson doch erstmals Synthesizer ein. Aber aus meiner Sicht hat sich das gelohnt. Iron Maiden hatte zwar vorher schon durch gute Arrangements und handwerklich saubere Leistung geglänzt - von den genialen Konzerten ganz zu schweigen. Sie waren auch immer einen Tick melodiöser also die anderen. Aber man konnte sie nicht wirklich stilprägend nennen - und das würde ich ihnen spätestens bei Seventh Son Of A Seventh Son zugestehen. Paradox ist, dass nun die Radiosender begonnen hatten, Iron Maiden wahrzunehmen, was von vielen Fans als Kommerialisierung ausgelegt wurde, was wiederum in der Band zu einer Krise geführt hat ...

Nachlesen kann man das alles auch auf Wikipedia, deswegen zurück zur Platte: Ich mag Konzeptalben, bei denen man das auch hört - das hier ist eine.

Anspieltipps:
  • Can I Play With Madness
  • Seventh Son Of A Seventh Son
  • The Prophecy

Eine vegetarische Hähnchenhälfte ...

... ist bei Björn Harstes Shopblogger zu bewundern - da schüttelt es einen schon irgendwie, aber es ist wie bei einem Autounfall: man kann nicht wegschauen ...

Lemmings

Offensichtlich bin ich derzeit nicht der einzige, der sich dieser Tage gerne an alte Spiele erinnert. Der Jojo aus Jena hat dazu einen netten Comic gemalt. Sein Beetlebum-Blog gehört übrigens aus meiner Sicht auf jede tägliche Blogtour :)

Wer es gerne mal wieder spielen würde, muss nicht auf dem Dachboden wühlen, es gibt hier einen Klon, der nur einen aktuellen Browser braucht.

Schöne Icons zum Nulltarif ...

... wenn man die Farben mag - eine zarte blau-gelb-Kombination eignet sich sicherlich nicht für jedes Web-Projekt. Dafür eben umsonst, vollständig und in vier Größen. Vielleicht ringen sich die Autoren ja dazu durch, irgendwann SVG-Versionen zu veröffentlichen, dann kann man ja selber einfärben. Oder man trickst mit Photoshop herum.

Und hier gibt es die Dinger zum Download.

Rechtsüberholen lohnt sich wieder.

Folgenden Text habe ich per E-Mail erhalten, es war mir leider nicht möglich, den Urheber zu ermitteln;
Wieder mal über 'Linkspenner' auf der Autobahn geärgert?

Seit der neuen "Dränglervorschrift" (Drängeln: 250 EUR und 4 Punkte und 3 Monate Fahrverbot) sollte man lieber gleich rechts überholen: Rechts überholen: 50 EUR und 3 Punkte (200 EUR + 1 Punkt gespart!)

Einen weiteren Punkt sparen kann man sogar noch, wenn man statt der rechten Spur gleich die Standspur benutzt: Seitenstreifen zum Zweck des schnelleren Vorwärtskommens: 50 EUR und 2 Punkte

Fazit: Niemanden bedrängt, nicht aufgeregt (Nerven geschont...), sehr schnell vorangekommen und noch 200 EUR + 2 Punkte gespart.

Aber: Das geht noch viel billiger und effektiver!

Kauf dir ein Blaulicht und ein Martinshorn, gebrauche dasselbe und du kannst dir deinen Fahrstreifen aussuchen, der freigemacht werden soll. Die Verwendung solcher kleinen Hilfen im täglichen Verkehr kostet läppische 20€!!! Steht so im § 38 StVO geschrieben. Also 230 Euro gespart und - K E I N E - Punkte!
Gut, ich selber habe solche Sachen nicht nötig, ich würde NIE drängeln, wo die Lichthupe bei meinem Alfa ist, habe ich bis heute noch nicht herausgefunden :)

Fast schon überflüssig zu sagen, aber man weiß ja nie: Liebe Kinder: nicht in Echt nachmachen - das ist Satire, Ironie, vulgo: ein Spaß!

Ein Dienst für externe Sitemaps ...

... was immer das auch sein mag. Angeblich verbessert er auch meinen Pagerank (der beträgt derzeit geschmeidige "0"). Ich versuche es mal: http://www.7en.de

Freitag, 16. November 2007

Der Herr Konken und die Schmierfinken

Nachfolgend ein etwas längeres Zitat, das derzeit die Blogosphäre arg erhitzt. Es stammt von Michael Konken, dem Bundesvorsitzenden des DJV (Deutscher Journalisten-Verband). Um den ... nun ja, etwas polemischen Ton richtig einordnen zu können, sollte man noch wissen, dass es sich um den Auszug aus einer Rede handelt, die er vor "seinen" Funktionären, also Verbandsmitgliedern, gehalten hat.

"Der Onlinebereich ist aber auch ein Bereich, den wir verstärkt unter qualitativen Kriterien werten müssen. Nicht jeder, der sich dort als Journalist bezeichnet, hat etwas damit gemeinsam. Uns steht es gut zu Gesicht, wenn wir Richtlinien finden, um Müll von Qualität zu trennen und dies den Internetkonsumenten deutlich machen. Das Internet ist eine Plattform auch für Schmierfinken ganz besonderer Art. Schmierfinken, die sich als Journalisten bezeichnen, die aber Persönlichkeitsrechte verletzen, sich nicht an unsere Postulate wie Wahrhaftigkeit, Objektivität, Vollständigkeit halten. Sie treiben ihr mieses Geschäft mit Veröffentlichungen, gegen die wir oft rechtlich nicht vorgehen können, die aber nicht selten ihre Voyeure finden.

Blogs sind meines Erachtens nur in ganz wenigen Ausnahmefällen journalistische Erzeugnisse. Sie sind eher der Tummelplatz für Menschen, die zu feige sind, ihre Meinung frei und unter ihrem Namen zu veröffentlichen."


Ei nun. Woran sich nun viele "Kollegen" stossen, ist der sorgfältig gestreuten Gebrauch des Begriffs "Schmierfink" im Zusammenhang mit den Bloggern und die Schmähung als "feige".

Wenn man schnell über den Text liest (wie man das halt heutzutage im Internet leider allzuoft macht), kann einem schon die Hutschnur hochgehen: Sind doch alle Blogger Schmierfinken. Wenn man dann nochmal genauer nachliest (scheint, als würden das nicht allzuviele "Kollegen" machen), relativiert sich das ganze schon ein wenig: der gute Mann spricht von Personen, die sich selbst als Journalisten bezeichnen. Aha. Ich frage mich zwar, welche Blogger-Kollegen er damit meint, aber dagegen darf man schon etwas haben, finde ich: ein echter Journalist würde wahrhaftig berichten, ungeachtet seiner privaten Einstellung, fair gegen Andersdenkende und alles natürlich mit Quellen abgesichert. Meinungen des Jounalisten werden klar als solche gekennzeichnet und die Welt ist schön. Oder?

Nein. Die Rede von Herrn Konken ist polemisches Gelaber weil:
  • Wer kennt eine nennenswerte Anzahl Blogs, deren Autor sich als Journalist bezeichnet? Ok, zwei oder drei kenne ich wirklich, und vermutlich gibt es noch ein paar mehr, aber die tun das deswegen, weil sie in ihrem "echten" Leben für eine Zeitung schreiben oder Radioberichte machen oder im Fernsehen herumhüpfen, ich vermute, die dürfen sich auch so als Journalisten bezeichnen ...
  • Wer kennt Blogs, bei denen der Autor nicht mit zwei oder drei Klicks ermittelbar ist? Ich meine jetzte solche Blogs, die einen nennenswerten Einfluß auf die politischen Bildung des Bundesbürgers haben, keine Blümchen-Blogs.
Er hatte also offensichtlich entweder keine Zeit oder keine Lust, sich selber einen Eindruck zu verschaffen, zu recherchieren, wie die Jounalisten dazu sagen. Und das halte ich schon für fragwürdig.

Ich verstehe ihn aber schon. Er möchte wieder gewählt werden, und das geht am besten, wenn man ein gemeinsames Feindbild hat. Ich habe keine Ahnung, ob er das bei seinen Funktionären hinbekommen hat - ich bin aber sehr sicher, dass er sich wunderbar als Feindbild für die Blogosphäre empfohlen hat.

Ach ja, Herr Konken, falls Sie meinem Blog durch Ihren Besuch die Ehre geben: mein Name steht im Impressum und ich bin kein Journalist.

Alte Fotos 3: Santorin

Ok, das hier war einfach: Santorin, anno 2001, am 10. September. Zwar gabe es damals noch keine Exif-Daten auf dem Film, aber ich weiß es halt, weil am Tag danach ...

Habe ich schon erwähnt, dass die Negative teils ziemlich vekratzt und staubig sind? Und dass man werbeaussagen, das könne man automatisch bereinigen, nicht zu 100 % glauben sollte?

30.000 Dollares für eine Fernbedienung ...

... das ist schon ein Wort. So sieht sie aus:

Und hier kann man sie kaufen. Und nein: dieser Link ist kein Affiliate-Link, Ihr müsst das Ding also nicht kaufen, um mir einen Gefallen zu tun, und auch zu Weihnachten möchte ich das Teil nicht geschenkt haben.

Second Life mit noch viiiiiel besserer Grafik als so schon!

Nicht, dass es die nötig hätte :)

Im Ernst: ich verstehe immer noch nicht ganz, warum diese Leutels von Linden-Labs sich mit dieser Grafik überhaupt an den Markt getraut haben. Zahlreiche Computerspiele hatten schon vor fünf bis sieben Jahre bessere Grafik - mit Häme seitens der Computer-Spiele-Kiddies musste also gerechnet werden.

Aber für die war es ja nicht gemacht - wer sich ernsthaft in virtuellen Welten bewegt, verliert ganz schnell das Gefühl, mit schlechter Grafik zu tun zu haben - weil diese nebensächlich wird. Wenn das Konzept gut ist, tut es auch scharz-weiß-Klötzchen-Grafik (nochmal der Tipp für die EVE-Fans: schlagt mal in der Wikipedia nach unter "Elite" :). Psychologen sprechen hier vom "beeing there", vom "dort-sein". Faszinierend ist, dass das auch ganz ohne Computer geht: Man nehme ein gutes Buch, schlage es auf ...

Da fällt mir ein: da gibt es einen wunderbaren Sketch - spielt im Mittelalter, der eine versucht dem anderen die Bedienung des neumodischen Krams namens "Buch" beizubringen. Weiß zufällig noch jemand, wer das war? Muss mal bei YT stöbern ...

Gefunden! Hier klicken.

Link zur Story bei Golem.

Unterwegs mit der Bahn

Zugegeben, schon drei Wochen alt das Bild - ist ein Experiment mit längerer Verschlußzeit. Schöne, alte, bequeme EC-Sitze ...

Es sagte: Franz Müntefering

das werde ich in meinen aktiven Wortschatz einbauen:
... da haben wir dann auch schon mal im Stehen diskutiert;

Fast genauso gut war der hier:
Da muss man kein Mathematiker sein, da reicht Volksschule Sauerland, um zu wissen: Wir müssen irgendetwas machen.
Beim nachgoogeln des Wortlautes habe ich hier noch mehr Münte-Zitate gefunden :)

Tschüß Münte! Wenn ich SPD-Mitglied wäre, wäre wohl jetzt eine guter Zeitpunkt, auszutreten ...

Nachtrag am 22.11.:
Ich habe da was gefunden: wer mal ein Zitat braucht, für den gibt es Wikiquote, ein Spinoff der Wikipedia.

Donnerstag, 15. November 2007

Alte Fotos 2: Ein Hopfengarten

Das hier ist ein Hopfengarten. Zeitlich kann ich nur grob schätzen - dürfte ca. 1987 - 89 gewesen sein.

Es sagte: Douglas Merrill

Wir wissen gar nichts über Sie. Wir wissen bloß, was Sie schreiben, sehen uns die Worte im E-Mail an. Das System kümmert sich nicht um Personen.
Douglas Merrill ist Googles "Chief Information Officer". Wieder ein Titel für meine neuen Visitenkarten.

Der Herr Spock

Das hier ist der Herr Spock, der - wenn es draussen Schnee hat - nichts besseres zu tun hat, als mich von der Arbeit abzuhalten.