Freitag, 20. Juni 2008

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Ein netter, eskapistischer Roman von einem (einer? Ne, laut der Autorenwebsite ein Kerl) gewissen Cory Doctorow. Ein Name wie ein Pseudonym ... laut Klappentext ist er Schriftssteller, Journalist und Internet-Aktivist. Internet-Aktivist. Pfh ... Obwohl sich das Büchlein recht flott liest, ist die Story letztlich ein bisserl fad. Man hat schon das Gefühl, dass der Plot nur dazu dient, die tollen Ideen des Autors über die Zukunft des Internets zu transportieren. Aber nein: da ist auch nichts, jedenfalls nichts radikal neues, kein "wow", nichts wo sich nicht jeder aktive Internet-Nutzer nicht schon tausendmal gedacht hätte: "so müsste das laufen!" Wem der Klappentext gefällt, sollte sich lieber ein Buch von Stephenson, Gibson oder Sterling kaufen. Oder - wer es abseits des Maintreams mag - mal bei Amazon nach einem Autor namens Günter Hack Ausschau halten. Der Typ schreibt zwar schon seit über zehn Jahren nix mehr, war aber damals schon besser und innovativer. Hm. Auf dem Buchrücken schreibt ein gewissser Bruce Sterling ein wohlwollendes Statement, ich frage mich, ob der Knabe Geldprobleme hat ... wie alt ist "Inseln im Netz"? Gleicher Topos, ungleich besser erzählt.
Wer es trotzdem kaufen mag:

4 Kommentare:

  1. cory doctorow nicht zu kennen, und dann pfh zu sagen ist schon, naja, pfh.

    scnr,

    .~.

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  2. Pfh, weil ich bei allen Leuten, deren Berufsbezeichnung ganz oder teilweise etwas mit "-Aktivist" zu tun hat, extrem vorsichtig bin. Das sind in gerne mal Scripkiddies, Lobbyisten oder Sektenheinis (ach ja: welche Sekte hatte gleich nochmal ein Problem mit Psychatern?), zu 99 % jedenfalls Leute, die ich nicht mag (oder mögen würde, wenn ich sie denn träfe).

    Und mal ehrlich: muss man den wirklich kennen? Nur, weil ihn Gaiman gut findet? Und er von Sterling eine wohlwollende Kurzrezension bekommen hat? Sorry, dadurch wird das Buch nicht spannender, Internet-Held hin oder her.

    Wenn es Dir dadurch besser geht: schreib´ meine Ignoranz einfach meinem Alter zu :)

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  3. das ist aber sehr freundlich ;)

    docotorow und boingboing sind aber schon ok. seine romane hab ich bisher nicht gelesen, aber er bloggt ganz anständig und engagiert sich auf der richtigen seite für netzpolitik-themen.

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  4. na, wahrscheinlich sollte daraus nur lernen, selber die Finger vom Buchschreiben zu lassen. Ach: wie schaut es denn bei Dir aus? Alle Ambitionen aufgegeben? Tät schon mal wieder gerne einen neuen Hack lesen ...

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