Montag, 31. August 2009

Parteien im Web-Check: CSU

Über die Albernheit, mich überhaupt mit zwei Web-Auftritten auseinandersetzen zu müssen, habe ich ja bei der CDU schon geschrieben. Wenn ich mir das Geplänkel zwischen Angie und Horst der letzten Tage so durch den Kopf gehen lasse, bin ich gerne bereit zuzugeben, dass die Teilung auch psychologische Vorteile haben könnte, so in der Art "guter Cop - böser Cop" ... aber das ist ja nicht das Thema hier. Für Neulinge: das geht hier recht zwanglos ab, es geht einzig allein um meine Meinung - und die verstösst gerne mal gegen Lehr-Meinungen.

Aaalso: der erste Eindruck


Startseite der CSU mit Abbildung von Horst SeehoferAufgeräumt. Sauber. Ordentlich. Zuviel Horst am Anfang. Ansonsten kommen Menschen nur als Staffage vor, einmal als "halt-notgedrungen-auch-da-Gewusel" im Bundestag und einmal als glückliche Stock-Image-Familie (wobei er schon ein arg zerknittertes Hemd hat, vielleicht doch kein Stock-Image ...). Obwohl der prominente Bereich in der Mitte mit Flash gemacht wurde, ist er statisch, bleibt einfach bei Horst stehen. Dass man dies auch dezent-dynamisch hinbekommt, haben die politischen Gegner und Freunde bewiesen.

Unser!


csu2Gut gefällt mir auf den ersten Blick die linke Navigation, da sie textlich ein wenig vom Einheitsbrei abweicht. Beim zweiten Durchlauf bleibt hängen "Unser ... Unser ...Unser" - das ist wie "Meins-Meins-Meins" bei diesen Zeichentrick-Möwen. Ich würde das nochmal überdenken ... klar, Selbstbewusstsein, und so. Aber man kann es auch übertreiben.

Social-Media-Kram


Mein Blick schweift nach unten: löblich der ganze Social-Media-Kram, genauso angeordnet wie bei der SPD in dezentem Grau-auf-Grau.Ein kurzer Blick in den Twitter-Stream: 392 Tweeds, was ordentlich ist (wenn man es noch nicht so lange macht, jedenfalls ...), 529 Follower, was für eine Partei zur Bundestagswahl, nun ja, nicht sooo besonders ist, und 21 "Verfolgte", was auch bei viel gutem Willen unterirdisch ist. Die CSU wäre gut beraten gewesen, es lieber gleich bleiben zu lassen, das mit diesem Twitter-Kram.

Die RSS-Funktion ist durchwachsen - auf vielen Seiten ist zwar ein CMS-generierter Button vorhanden, meist ist aber der Feed dann leer. Was fehlt, ist eine redaktionelle Übersicht über die angebotenen Feeds.

Kruschtel-Gemecker


Vor Anglizismen hat man hier weniger Angst, die Sitemap, das Mediencenter, CSUnity .. flutscht alles ganz leicht von der Feder.

csu3Oben sind zwei Buttons, die irgendetwas mit Barrierefreiheit zu tun haben könnten. Der eine stellt tatsächlich den ziemlich dunkelgrauen Text auf schwarz, der andere soll wohl die Schriftgröße ändern, was er bei mir aber nicht tut. Wie gesagt, das hier ist kein fairer Test, deswegen werde ich jetzt nicht kucken, ob es bei irgendeinem anderen Browser geht.

csu.de - ist der Link auf die Startseite.  Sollte man auch hinschreiben, mit diesem neumodischen title-Attribut, denn es könnte ja auch der Konservativ-Auftritt dahinterstecken, wie bei CDU und SPD ...

Man kann sich anmelden  - wozu? Keine Ahnung. Vielleicht zu dem CSUnity-Zeug, was immer das auch sein mag. Mal mit der Maus drüber - ach, die Kollegen Webdesigner wissen ja, wie man ein title-Attribut befüllt?! Warum tun sie es dann nicht überall? Ein Online-Stammtisch der CSU - huiuiui! Wenn das nicht Synthese aus klassich und modern ist - Laptop und Lederhosen im Web-2.0-Zeitalter!

Tag-Cloud auf CSU-WebsiteAuf den Unterseiten eine eigenartige Navigation und Schlagwörter in Gestalt einer Tag-Cloud. Die sich nur auf die jeweilige Seite beziehen. Ich bin mir selber noch nicht ganz schlüssig, ob das eine genial gute oder eine saudumme Idee ist, tendiere aber zu letzterem. Wobei: wenn die Tags konsequent vergeben werden würden (was sie nicht werden), könnte das Ding als Hilfe für Querleser dienen ... ne, ich entscheide mich für saudumm.

Immerhin deutet der Abbinder darauf hin, dass Mitglieder der CSUinity Artikel kommentieren können, wenngleich nicht alle. Beim Durchklicken habe ich auch keine Seite gefunden, bei der ein Kommentar gewesen wäre, vielleicht sehen die auch nur Stammtisch-Mitglieder.

Das gefürchtete Peterchen-Ranking


Vor der Wertung noch kurz der Hinweis (bei keinem Web-Check nötiger als hier): ein positives Urteil nicht bedeutet, dass ich die Partei wähle ...

Jedenfalls: fängt stark an (erster Eindruck) und versaut es in den Details. Ich kann es mir nicht verkneifen: wie der Auftritt auf der politischen Bühne.

peterchen-rating_3-von5

Freitag, 28. August 2009

Der Günter Kießling ist gestorben ...

Ich kann mich nur diffus erinnern, dass da ein Skandal war (ich war damals 13). Aus heutiger Sicht fast schon ein Rätsel, warum jemand aufgrund seiner Homosexualität aus einem hohen Amt geworfen wurde. Dabei war er es ja wohl noch nicht mal. Heute würde man doch einfach sagen: na und?

Donnerstag, 27. August 2009

Warum ich Apple nicht mag.

jobsZugegeben: Apple hat (meist) ein geiles Design. Die Reduktion auf die pure Funktion gelingt fast so gut wie bei Google und die Firma hat eine perfekte Vermarktung, perfektes Gespür für den richtigen Zeitpunkt, eine Innovation in den Massenmarkt zu werfen.

    Aber:

    • Apple steuert auf ein fieses Monopol zu. Verschmähte Google Voice-Apps: Anruf aus Cupertino sorgt für Gänsehaut

    • Wo immer das Monopol bedroht ist, wehrt sich Apple mit allen fairen und unfairen Mitteln, mit Klauen, Zähnen und (Pseudo-)Patenten. Ohne fremde Patente zu respektieren, und wenn man ein fremdes Patent zur Kenntis nimmt,  dann nur mit Klagen, bis dem Patent-Inhaber die Luft ausgeht.

    • Apple zockt Musikkäufer ab. Mal ehrlich: das Zeug aus dem iTunes-Store ist doch heillos überteuert. Als eine CD zehn Euro gekostet hat, war da ja immerhin ein Stück Plastik mit Papier und noch mehr Plastik drumherum herzustellen und durch die Gegend zu schippern. Da sind 99 Cents für eine virtuelle Ware, die ich nicht mal uneingeschränkt benutzen darf, einfach eine Frechheit. Irgendwo im Netz habe ich mal eine kreative, wenngleich etwas anarchische Methode der Gegenwehr gelesen: die Musik irgendwo piratenmäßig herunterladen und der Band anonym Briefmarken im Gegenwert von zwei Euro schicken - da haben alle was davon.

    • Um noch ein paar Buzzwords zu strapazieren: Apple ist verdammt Closed-Source, Old-School und nutzt Web 2.0 nur dafür, noch mehr Kohle zu verdienen. Gegen letzteres ist eigentlich nichts einzuwenden, aber wie bei Ackermanns 25 % Umsatzrendite habe ich halt bei Apple immer das Gefühl, dass es unanständig viel ist, weil am anderen Ende der virtuellen Ladentheke Leute abgezockt werden. Immerhin so elegant, dass es die wenigsten davon merken - was auch eine Leistung ist.

    • Ist noch gar nicht so lange her, da hat es der vermeintliche Liebling der Alternativen mit dem Thema Ökologie und Nachhaltigkeit nicht so genau genommen, zumindest, soweit es Greenpeace betraf. Mittlerweile haben die wohl aufgeholt, aber ich bin davon überzeugt, dass dies nur aufgrund von Marktstudien geschehen ist, die einen Umsatzeinbruch bei der Kernzielgruppen prognostiziert haben, wenn man nicht "grüner" wird.


    Noch ein paar Links:

    Altes hier im Blog zu Apple:

    Parteien im Web-Check: CDU

    Die Themenstellung zwingt mich, mir Gedanken zu machen, welche Website ich mir anschaue: die der CDU? Die der CSU? Oder gibt es so etwas wie eine gemeinsame Wahlkampfseite? Mal schauen, was Tante Google sagt: Ahja, eine

    Website der gemeinsamen Bundestagsfraktion


    Hier ist von der Wahl wenig bis gar nix zu merken. Klassisches, unaufgeregtes Portal, gestalterisch halbwegs auf der Höhe. Man könnte vielleicht an der einen oder anderen Stelle dem Auge ein wenig Weißraum zur Erholung gönnen. Ein bisserl Social-Media-Zeugs in Form des Podcasts "iKauder". Das ist fast schon witzig. Und eine Wortwolke! Dass eine konservative Partei auf den Anglizismus "Tag-Cloud" verzichten mag, sei verziehen (wenn ich ehrlich bin, regt mich der Begriff [und einige andere] auch langsam auf).

    Da hier der Wahlkampf offensichtlich nicht stattfindet, muss ich wohl oder übel noch zwei Websites anschauen. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch politische Partner und Gegner der Union nervt, sich immer mit zwei Positionen, Aussagen, Personen, Parteichefs ... herumzuschlagen. Wird vielleicht Zeit, den bayerischen Sonderweg irgendwann aufzugeben. Kostet ja auch alles Geld, nä? Jedenfalls: heute die CDU, morgen die CSU, einverstanden? So oder so gibt es hier nur Meckereien zur Website, zu den Inhalten kann man hier bei Golem lesen.

    Die CDU


    cdu... hoppla! Ein Klon der SPD (oder andersherum, tut nichts zur Sache, wer von wem abgekuckt hat), ein bisserl bunter und die Banner anders angeordnet, aber fast die gleiche Informationsarchitektur. Wirkt aber subjektiv auf mich ein wenig aufgeräumter. Die Navigation ist hier rechts, wohl um die plakativen Bildmotive wirken zu lassen. Sie reagiert unnötig hektisch bei Mausberührung, wenn sich unter einem Hauptpunkt Unterpunkte verstecken. Da dies nicht bei jedem Hauptpunkt der Fall ist, erschließt sich das Konzept nicht gleich und verwirrt anfangs: mal passiert was bei Mausberührung, mal nicht.

    Aviary cdu-de Picture 2Was ich eher weniger mag (ist aber ein häufiger "Fehler"): Wenn Zielgruppen mit dem Holzhammer angesprochen werden, also direkt mit dem Wort "Zielgruppe". Das Wort sollte im Fachjargon der Marketingfuzzis bleiben (und eigentlich auch dort langsam aussterben) und hat in der Kommunikation mit dem Endkunden nichts verloren.

    Von Social-Media-Feigenblättern ist auf der Websites auch auf den zweiten Blick nichts zu sehen. Das wird in die Wertung nicht einfließen, denn im Zweifel ist es wohl konsequenter darauf zu verzichten, als es zwar anzubieten, aber letzlich keine Ahnung davon zu haben. Die Parteien, die den Twitter-Kram auf zwar der Homepage haben, müssen jedenfalls auch erst den Beweis antreten, dass sie es draufhaben.

    Aviary cdu-de Picture 1Ha! Auch die Schwarzen haben zwei Websites: die altmodische klassischeVersion wird aber besser getarnt als bei den Sozen: hier heißt die moderne Version "Kampagnen-Website" und die klassische ist die "Parteiseite". Was mir im Vergleich zur SPD fehlt, ist eine "richtige" Navigation, aber da bin ich vielleicht nur altmodisch. Was besser ist: das Farbklima wirkt auf mich aufgeräumter und wärmer. Insgesamt nehmen sie sich nichts.

    Das gefürch­tete Peterchen-Ranking


    Naja, zieht keine Wurst vom Teller.

    peterchen-rating_3-von5

    Dienstag, 25. August 2009

    Es sagte: Friedrich Nietzsche

    "Ich sage euch: man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können."

    Wow, der Spruch haut  wirklich rein. Wenngleich er Fragen aufwirft ... wo sind meine tanzenden Sterne?!

    Montag, 24. August 2009

    Parteien im Web-Check: SPD

    Aviary spd-de Picture 8Nachdem der Wahlkampf - zumindest gefühlt - nicht stattfindet, habe ich mal auf den Websites der Parteien nach dem Rechten geschaut. Schon erstaunlich, was da so vor sich geht - und wieviel Geld da teilweise versenkt investiert wurde. Jedenfalls: ich fasse das Gemurkse als Steilvorlage für wunderbar subjektives Bekritteln auf und mache eine kleine Serie daraus. Den Anfang macht die SPD - bitte nicht als politische Aussage werten, hier war einfach die Neugier am größten: schaffen es die Mild-Roten, ihren Web-Wahlkampf genauso zu vermurksen wie den "echten"? Darauf, dass die SPD das Netz ernst nehmen, deutet jedenfalls die Tatsache hin, dass sie es wirklich versuchen, mit einem fast schon modernen, teilweise barrierefreien, Web-2.0-igen (naja, fast ...) Auftritt, der haufenweise Geld gekostet haben muss.

    Einfach alles drauf: die Startseite


    Aviary spd-de Picture 1So geht es los: rot, knackig, markant - und man sieht, dass man als arbeitsloser Unternehmensberater nur zu einer Partei gehen muss, um seine powerpoint-reduzierten Parolen loszuwerden:

    Ansonsten hübsch aufgeräumt, durch den Ajax-Kram bringt man alles unter, ohne, dass es allzu verworren ist. Nicht schön, funktioniert aber halbwegs.

    Aviary spd-de Picture 5Wer eine "normale" Navigation sucht, kann links oben klicken, dann öffnet sich eine Art Mini-Sitemap. Von der Art, wie sie bei "normalen" Websites dieses Zuschnitts unter der Hauptcontent ist (so wie hier oder bei den Grünen). Egal, ist halt ein Effekt.

    Die mobile SPD


    Aviary spd-de Picture 6

    Ein bisschen weiter rechts: eine mobile Variante? Gerne doch! Bei gut gemachten Websites bieten diese eine Essenz des Hauptauftrittes, so dass ich die mobile Variante oft auch auf dem Desktop nutze, wenn wenig Zeit ist (Bahnverbindung von Aachen nach Zwickau - wer da den Desktop-Auftritt aufmacht, ist selber schuld ...).

    Hier ist das ganze technisch gut gelöst, es sollte auf allen Handys passabel angezeigt werden. Inhaltlich fokussiert das tatsächlich besser als der Hauptauftritt: Social-Media ist hier schon fast ... prominent platziert.

    Die alternative Startseite


    Aviary spd-de Picture 7Und noch ein wenig weiter rechts verlässt die Macher der Mut: es gibt eine alternative Darstellung, die dann auch Barrierefreiheit gelobt. Im Quelltext der Hauptseite findet sich dazu folgender Hinweis (ich vermute mal, den Text sieht man, wenn man Javascript abgedreht):
    Die SPD-Startseite ist in zwei Varianten verfügbar, die sich optisch und in der Benutzerführung unterscheiden, inhaltlich aber identisch sind. Die animierte Variante ist mit Ajax realisiert und benötigt zur Nutzung JavaScript sowie einen aktuellen Browser. Die alternative Startseite ist barrierefrei und macht die Inhalte über eine konventionelle Navigation zugänglich. Sie können zwischen beiden Varianten wechseln.

    Wenn man das umformulieren würde, so dass es auch Nicht-Webdesigner verstehen, wäre es fast sinnvoll. Ich übersetze mal:
    Die SPD-Startseite gibt es in zwei Varianten, die inhaltlich identisch sind. Die erste finden unsere Webdesigner cool, sie ist super-modern und benötigt den allerneuesten Technik-Schnick-Schnack. Für Blinde und unser Genossen-Urgestein haben wir noch eine brauchbare, aber altmodische und uncoole Variante.

    Mann, ich hoffe, man hat der SPD wenigstens ein CMS verkauft, das beide Varianten automatisch erzeugt, sonst könnte man die Agentur auf Konspiration mit dem Feind verklagen und hätte mühelos Erfolg vor jedem Gericht.

    So, was hammer noch .. aja: die ominöse "9"


    Aviary spd-de Picture 4Kann mir jemand einen Tipp geben, was die Zahl da bedeuten soll (also die "9")? Ich habe nicht die  geringste Idee. Hier im Wordpress weist mich ein solcher Böbbel auf die Zahl der unmoderierten Kommentare hin, oder auf die Zahl der Plugins, die sich wünschen, upgedated zu werden. Aber was soll das hier? Neun ungelesene Artikel in dieser Rubrik? Neun Tage bis zur spirituellen Erleuchtung Walter Steinmeiers? Neun Minister sollt Ihr sein? Neun ....? Hilfe! Das ist ein Rätsel von der Sorte: schlafe schlecht, wenn ich es nicht herausfinde ...

    Social-Media-Kram, musste machen, is wichtich!


    Aviary spd-de Picture 3So, und zu guter Letzt: Social. Media. Was immer das auch bedeuten mag. Auf dem Papier vorhanden, eine erste Sichtprüfung bei Twitter ergibt: Immerhin hat die Partei aktuell 3.746 Follower - und folgt selbst immerhin 1.696 - untypisch. Ob sie auch liest, sei dahingestellt, ich werde das mal prüfen. Ansonsten sind facebook, StudiVZ, flickr und Youtube geboten. Nun ja.

    <meta name="revisit-after" content="15days" >


    Ach und noch ein Verwunderli: das CMS bittet Suchmaschinen, doch bitte alle 15 Tage nachzuschauen, ob es was Neues gibt. Wird da wirklich so selten gebastelt?

    Das gefürchtete Peterchen-Ranking


    Trotz allen Gemeckere: so richtig grottig finde ich das Ding gar nicht (die Social-Media-Kompetenz lasse ich mal aussen vor).

    peterchen-rating_3-von5

    Donnerstag, 20. August 2009

    Aha in Berlin - ein entspanntes Weizen.

    image

    Zumindest halbwegs, denn der Flieger geht dann bald. Aber schon schick. Aus der S-Bahn habe ich vorher den Bundespressestrand gesehen - kommt man da nur mit Akkreditierung rein oder heißt der nur cool?

    Jedenfalls schlürfe ich jetzt ein Weissbier vom Fass, ein Schöfferhofer. Nun ja, man kann nicht alles haben.

    Nachtrag, 22:58: gerade heimgekommen und betrachte den Post: woa, die Kamera vom G1 ist echt grottig.

    Dienstag, 18. August 2009

    Mobil bloggen ...

    wptogo... kann ich jetzt mit einer netten kleinen Android-Software namens "WpToGo". Scheint insofern brauchbar, als sich die Software auf das Wesentliche konzentriert, und das schätze ich bei mobilen Anwendungen durchaus.

    Ich kann einfache Textformatierungen (fett, kursiv, blockquote) vornehmen und Links setzen, einzig eine Listenfunktion fehlt mir hier.

    Bilder lassen sich auch einbinden, hier hätte ich aber gerne ein paar mehr Optionen - oder die Möglichkeit, dem img-Tag eine CSS-Klasse mitzugeben.

    Schön gelöst ist die Einbindung der bestehenden Kategorien, diese werden übernommen und können einfach ausgewählt werden. Die Tags muss man selber eingeben. Macht aber auch Sinn so, ausser man kann sich an eine Schreibweise nicht erinnern, da wäre dann die gewohnte Vorschlagsliste praktisch.

    [caption id="attachment_1127" align="alignnone" width="280" caption="Peterchen-Rating: 4 von 5 (tut, was es soll)"]Peterchen-Rating: 4 von 5 (tut, was es soll)[/caption]

    Freitag, 14. August 2009

    Seehofer und die besondere Aufmerksamkeit

    horst-seehoferHabe gerade in den Nachrichten gehört, dass Horst Seehofer die Arbeitsagenturen anweisen will, sich besonders um die von der Quelle-Insolvenz betroffenen Neuarbeitslosen zu kümmern. Hört sich nett an, aber in den Ohren aller anderen Arbeitslosen muss sich das wie Hohn anhören.

    Nachtrag, 28.8.: Jetzt will Seehofer auch der Region um den Sitz des Glasherstellers Nachtmann besondere Aufmerksamkeit zugedeihen lassen. Ich bin gespannt, wer als nächstes dran ist. Wenn irgendwann alle Regionen "durch" sind, ist es natürlich am Ende doch wieder fair - ich nehme alles zurück, Herr Seehofer!

    Mittwoch, 12. August 2009

    Nettes Teil - aber nix für mich.

    Golem hat heute erste Details zum Tablet-Eee-PC von Asus. Ich habe mir ja seinerzeit ein "normales" beim Mediamarkt geschnappt, zum Aktionspreis von 299 für den großen Bildschirm und mit "richtiger" 160 GB Festplatte. Da ich immer schon mit einem Tablet geliebäugelt habe, wäre das jetzt die Gelegenheit, Asus ruft ca 450 Euro auf. Aber die Details entäuschen: wenig ausbaufähig, Akku nicht zu tauschen - und Schwächen bei der Tablet-Bedienung. Wow, bei ebay gibt es schon Thinkpads X41T ab 333 Euro ...

    Dienstag, 11. August 2009

    Ihr könnt mich alle am Arsch lecken!

    Dieses Video ist aus einem mir völlig unbekannten Film namens "Network" von 1972. Macht mich ziemlich neugierig. Jedenfalls scheint sich dieser Ausschnitt zu einem inoffiziellen Wahlkampf-Spot der Piraten zu entwickeln. Mittlerweile gibt es auch eine Techno-Version davon, hier noch der Link zur amerikanischen Version. Dort heißt es nicht ganz so drastisch: "I am mad as hell!"

    Zeigen tut der Ausschnitt zweierlei: das Medium ist egal, denn die Menschen nutzen, manipulieren, werden manipuliert, begeistert, schockiert, was auch immer, und zwar völlig unabhängig vom Medium. Und: offensichtlich scheint jede Zeit die schlechtest-denkbare zu sein. Genauso, wie die Jugend von heute immer schlimmer ist, als die eigene. Ich glaube, ich muss morgen mal wieder auf die Lego-Website oder TED kucken, der Kultur-Pessimismus hat mich mal wieder voll erwischt.



    Danke an @frankkleinert für den Tipp!

    Exkurs zu Ursache und Wirkung, Herr Bosbach.

    bosbachErneut hat sich ein Politiker in der Internet-Diskussion zu Wort gemeldet, nämlich der Herr Bosbach. Während er es unterlässt, der Diskussion inhaltlich neue Aspekte hinzuzufügen (die Forderung nach mehr Mitteln für die Strafverfolgung ist nicht neu, der "Internet-Ausweis" ist nur ein anderes Wort für die totale Überwachung), tappt er in die gleiche Falle wie viele Politiker vor ihm: nämlich einfach nachzubeten, was ihm andere vorgekaut haben, ohne es wirklich verstanden zu haben: Das Internet sei "Quelle für Kriminalität, Terrorismus und ziemlich viel Schmutz". Und genau das ist das Problem: niemand würde auf die Idee kommen, Bücher, Telefon oder Fernsehen als Quelle für Schmutz zu definieren. Denn den Schmutz machen Menschen, die das Internet als Werkzeug gebrauchen. Ich denke, auch Extremliberale würden es gerne sehen, wenn Kinderschändern das Handwerk gelegt würde. Tröstlich: dass es sogar in der CDU mittlerweile Leute gibt, die die Internet-Kompetenz der eigenen Parteifreunde anzweifeln.

    So gesehen relativiert sich meine Kritik an den Piraten von gestern ein wenig: die halten zu Themen, von denen sie keine Ahnung haben, einfach die Klappe, das ist allemal sympathischer.

    An dem Interview mit der Rheinischen Post mit Bosbach wohl auch der Justiziar der Bundestagsfraktion, Günter Krings, teilgenommen. Er beginnt mit dem unsäglichen Ausdruck "Das Internet ist kein rechtsfreier Raum!", was einen fast schon reflexartig die eigene Magensäure schmecken lässt. Doch halt: irgendetwas stimmt da nicht. Tatsächlich: er spricht von "ist" und nicht von "darf sein". Hat der es etwa kapiert?

    zyriesKlarer zum Ausdruck bringt es Brigitte Zypries: "Die Rechtslage ist klar: Was offline verboten ist, ist auch online verboten", spricht aber auch die Probleme konkreter an: nämlich, dass man bei der Strafverfolgung manchmal an Grenzen stösst, und zwar durchaus wörtlich an Landesgrenzen. Hier gibt es in vielen Fällen (Urheber- oder Patentrecht zum Beispiel) wirklich noch graue Bereiche. Während aber andere nach Zensur, Kontrolle und Strafe brüllen, appeliert sie an die Nutzer, sich selbst einem Kodex zu unterwerfen.

    Die Kinderpornographie indes ist fast überall implizit oder explizit verboten - und wo sie es nicht ist, möchten weder Kinderschänder leben noch Kriminelle ihr Geld mit KiPo-Hosting verdienen. Wer genaueres wissen will: Zensursulas Lüge, dem sei nicht so, wurde bereits auseinandergenommen.

    kullmannInsgesamt aber liest sich der Artikel in der RP wie ein Sommerloch-Lücken-Füller, kann also gut sein, dass die Nachricht gar keine ist, sondern das sinnlose Gestammel eines Volontärs, der die Aufgabe bekommen hat, "mal was mit Internet-Kontrolle" zu machen. Vielleicht hat der Volontär (oder Bosbach) dabei auch den "Elektronischen Personalausweis" gemeint? Kann man schon mal verwechseln, wenn man ahnungslos ist. Aber was man dann tun sollten wissen wir ja schon: Klappe halten. Das ist aber so wie sich als Kinde auf die Herdplatte fassen: man muss es einmal gemacht haben, um die Lektion zu lernen. Gell,  Frau Kerstin Kullmann?

    Die SPD zu erweiterten Netzsperren

    Monika Griefahn, Sprecherin der SPD-Arbeitsgruppe für Kultur und Medien, wird bei Golem zitiert: "Solange die SPD an der Regierung ist, haben solche Zensurträume keine Chance. Mit der SPD wird es keine Ausweitungen der Sperren für kinderpornografische Internetseiten auf weitere Inhalte geben".

    Ich übersetze mal: das hat konkret für die nächsten vier Jahre keinerlei Relevanz.

    Montag, 10. August 2009

    5 Wordpress-Plugins, die jeder braucht

    logo_wordpress

    1. WordTwit
      Erstellt automatisch einen Twit, wenn ein neuer Blogpost erstellt wird - inklusive Short-URL-Unterstützung - fünf Daumen!

    2. WP-Cumulus
      Stellt eine wunderschöne und trotzdem barrierefreie Tag-Cloud dar - fünf Daumen!

    3. WP-Piwik
      Bindet den HTML-Code des genialen Piwik ein und zeigt innerhalb von Wordpress die Statistiken des vergangenen Tages an - vier Daumen.

    4. WP-Typography
      Verschönert typographisch korrekt die Darstellung von Text (An- und Abführungszeichen, Bindestriche ...) und bringt endlich Trennung mit - vier Daumen.

    5. Similarity
      Schlägt Leserrn eines Artikels weitere, thematisch passende Artikel im Blog vor - vier Daumen.

    Piraten zur Bundestagswahl. Oder?

    piratenpartei2Die Bundestagswahl naht und die Kandidaten gehen langsam in Stellung, die Parolen werden kämpferischer (und blöder). Als politischer Mensch ist für mich die Zeit gekommen, mich mit den Piraten zu beschäftigen. Zumal diese im Hinblick auf ziemlich blöden Wahlkampf jetzt aufgeholt haben: Golem berichtet heute von "In-Game-Werbung" in Counter-Strike. Dümmer geht es aus meiner Sicht wirklich nicht. Wohlgemerkt: ich bin nicht der Ansicht, dass solche Spiele verboten werden müssen, aber eine bessere Steilvorlage hätten sich Zensursula und Konsorten nicht wünschen können.

    Einen gewissen Sympathie-Bonus haben die Piraten bei mir, ohne Frage. Die Positionen zur Netzpolitik im Speziellen und Bürgerrechten im Allgemeinen sind in weiten Teilen ... nun ja, teilenswert, der Elan von Überzeugungstätern ist erfrischend - und dürfte den Reiz erklären, den diese Partei auf viele ausübt, die vom politischen Establishment entweder entäuscht oder einfach nur tierisch gelangweit sind.

    Eine wählbare Partei indes muss - wenn sie es denn in die Regierungsverantwortung schafft - erstmal die Pflicht absolvieren, bevor sie sich an die Kür machen kann, und diese Pflichtprogramm ist wahrlich beängstigend umfangreich: Wirtschaftskrise, Klimaveränderung, Bildung, Gesundheitswesen ... . Patentrezepte dafür werden in der Regel in Parteiprogrammen veröffentlicht - und da sieht es beim Shootingstar Piratenpartei gar nicht gut aus. Neben "Bürgerrechten" und "Geistiges Eigentum" sind noch ein paar Parolen zur Bildung zu hören - Feierabend. Für den Rest habe man dann Koalitionspartner, so die Parole an der Piratenbasis. Nun, das wäre nicht die erste Protestpartei, die angesichts der Regierungs-Realität einknickt. Das geschieht schleichend und geht mitunter auch mit Symbolik einher: wo bei Joschka die Turnschuhe edlen Rahmengenähten gewichen sind, würden bei den Piraten wohl die hippen Lastwagenplanen-Umhängetaschen durch Aktenköfferchen aus Leder ersetzt. Atomkraftwerke gibt es heute immer noch, und so werden Piraten rückblickend in 20 Jahren vermutlich feststellen, dass die eine oder andere Überzeugung dem Koalitionsfrieden geopfert werden musste - wenn sie es denn überhaupt schaffen. Zur Erinnerung: die Grünen hatten damals ein in allen wichtigen Themen vorhandenes Parteiprogramm. Teils unvollständig und teils naiv, vielleicht, aber vorhanden. O-Ton von der Piraten-Website: "Darüberhinaus haben wir keine weiteren Positionen."

    piratenparteiFazit: ich traue es den Piraten einfach nicht zu. Zumal ihre Positionen zu den Bürgerrechten in weiten Teilen von der FDP entliehen sind und die zum geistigen Eigentum seltsam naiv sind. Denn aus meiner Sicht ist die Motivation des Schaffers, aus seinem Werk wirtschaftlichen (oder anderweitigen) Vorteil zu ziehen, eine der stärksten Triebfedern des Menschen schlechthin. Konsequent zu Ende gedacht entziehen die Ideen der Piraten dem Schöpfer seine Schöpfung, um sie einer Art ... Kultur-Sozialismus zuzuführen - und das wird nicht funktionieren. Wo sie recht haben: Schutz des geistigen Eigentums für kleine und mittlere Unternehmen ist schwierig - aber ihn deswegen ganz aufzugeben? An der Stelle sei erwähnt, das die Idee der Grünen einer "Kultur-Flatrate" vermutlich genauso großer Schwachsinn ist. Ach ja, die Grünen: mich wundert eh', dass die sich aus der ganzen Sache mit Zensursula heraushalten ...

    Das bringt mich jetzt zu einem anderen Gedanken: Kompromisse muss man in jeder Koalition eingehen. Aber ein Versprechen wiederhole ich an dieser Stelle: wenn die FDP nach der Wahl eine Frau von der Leyen in verantwortlicher Position zulässt, hat sie ein Mitglied weniger - und die Piraten - trotz aller Unzulänglichkeiten eines mehr. Und ein neues Versprechen gebe ich auch ab: mit der Pauli-Partei werde ich mich nicht beschäftigen. Zumindest nicht ernsthaft.

    So, noch ein kleiner Blogosphären-Link-Reader:


    Update, 27.8.2009: Golem meldet: ein veritabler Ex-Grüner verstärkt die Piraten.

    Update, 15.9.2009: nur einer von vielen kritischen Beiträgen der letzten Zeit bei Spreeblick

    Techno-Links: Computer-Arbeitsplatz, Head-Flat

    emperor_stuhlEmperor - so heißt der Computer-Arbeitsplatz, wie ich ihn mir wünsche. Fast. Was fehlt: ein Kühlschrank und/oder Bierzapf-Anlage. Denn sich aus diesem Monster herauszuschälen, um zum Kühlschrank zu gehen, scheint recht aufwändig zu sein. Und: die Monitore sind fast ein bisserl mickrig ... mir fällt gerade ein, dass mein Schwager gut schweißen kann - vielleicht bauen wir das einfach nach, nur in durchdacht? Na, ich gebe es zu: die Häme kommt nur davon, weil ich mir die aufgerufenen  40.000 $ nicht leisten kann.

    HeadflatWährend ich mich beim Emperor noch auf ein "haben-mag" festlegen mag, fällt mir das beim Headflat schon schwerer: hier schwanke ich noch zwischen "geschnitten Brot" und "unterirdischer Schwachsinn".

    Klar ist: es passt weniger zu meinem Medien-Nutzungsverhalten: Filme laufen bei mir immer nebenher, währende ich Blogeinträge tippsele, insofern bin ich sicherlich nicht Kern-Zielgruppe (im Moment übrigens Triple X ... - was für ein Schwachsinn). Und: "isch 'abe gar kain  iPhone".

    Kram-Links: Lego-Körperwelten, Star Trek vs. Star Wars

    legonacktIrgendwie ... irritierend ist die Darstellung einer Lego-Figur, das ein Typ namens Jason Freeny zusammengefieselt hat. Auf seiner Website gibt es noch andere noch andere ... verstörende ... Einblicke. Ich frage mich, was als nächstes kommt: Pornos mit Lego-Figuren? [via Gizmodo]

    Ein Wired-Artikel, was besser sei: Star Trek oder Star Wars. Faire Abwägung mit dem einzig korrekten Ergebnis. Erinnert mich daran, wie lange diese eigentlich überflüssige Diskussion schon geführt wird. Ich meine: Star Wars ist ja ganz nett, aber mal ehrlich ... Prinzessinnen? Überlicht-Antriebe, die nicht erklärt werden? Kein einziger Ionensturm? Das soll Science-Fiction sein?

    Samstag, 8. August 2009

    Wordpress-Plugins: WP-Piwik

    logo_wordpressPiwik ist ein Open-Source-Werkzeug für das Erstellen und Anzeigen aussagekräftiger Webstatistiken. Ich selbst nutze Piwik und seinen Vorgänger PHPMyVisites schon seit geraumer Zeit. Wichtig in Deutschland: nach aktueller rechtlicher Lage ist ein selbst gehostetes Piwik aus Sicht des Datenschutzes wohl unbedenklich, in jedem Fall deutlich unkritischer als z.B. Google Analytics. Mir geht gerade auf, dass Piwik selbst einmal eine Besprechung wert wäre ...

    Was das Plugin WP-Piwik tut:

    • den für die Zählung notwendigen Javascript-Code in das Template einfügen (also kein Code-Gepfriemel in Widgets oder gar im Template)

    • eine Übersicht mit den wichtigsten Auswertungen des vergangenen Tage direkt im Dashboard von Wordpress  verfügbar machen - was doch den einen oder anderen Klick spart.


    Simpel, zuverlässig und gut.

    [caption id="attachment_1127" align="alignnone" width="280" caption="Peterchen-Rating: 4 von 5 (tut, was es soll)"]Peterchen-Rating: 4 von 5 (tut, was es soll)[/caption]

    Einzubinden in WP über die Plugin-Verwaltung oder per Download bei: André Bräkling

    kleines Fundstück

    Lese gerade den sehr empfehlenswerten Artikel "Wie eine Rückrufaktion funktioniert" in der Online-FTD. Darin wird erzählt, wie Philips das mit der Senseo handhabt (mir fällt dabei ein, dass ich eigentlich auch zwei davon habe ...). Sehr interessant geschrieben und wie gesagt lesenswert. Jedenfalls kommt darin ein Volker Baumeister vor,

    "[...] der aussieht wie Peter Harry Carstensen in Sympathisch [...]".

    Dem Autor dieses genialen Schmunzlers sei verziehen, dass man sympathisch zwar korrekt mit "h" aber trotzdem klein schreibt ...

    Freitag, 7. August 2009

    Audi A5 Sportback

    audi-a5 Nicht, dass er mir nicht gefallen würde. Aber: obwohl er vom begnadetsten Autodesigner schlechthin gemacht wurde, selbigem - Walter da Silva - scheinen die Ideen ausgegangen zu sein. Von vorne sieht er aus wie ein A3, A4, A5 Coupe, A6 oder A8 - wird also langsam fad, das ganze. Und von hinten hat er einfach einen dicken Hintern.

    Aber in einer Hinsicht muss man Audi bewundern: wenn die ihrer Mittelklasse ein Fließheck verpassen, bekommen die Autojournalisten feuchte Höschen und die Kunden zahlen mit Freuden 30 % mehr. Wenn Opel einen Insignia mit Fließheck herausbringt (in meinen Augen formal viel überzeugender) oder Ford einen Mondeo, wird das gerade mal zur Kenntnis genommen.

    Wordpress-Plugins: Similarity

    logo_wordpressIn vielen Blogs sieht man unter Artikeln eine Liste thematisch passender Artikel. Dieses Plugin kümmert sich darum, die relevanten Artikel zu finden und die Liste auszugeben. Für die Suche werden wahlweise Kategorien, Tags oder beides verwendet. Ich habe bei mir nur die Tags eingestellt, da die Kategorien aus meiner Sicht (und so wie ich sie verwende ...) zu ungenau sind.

    Die Kür: wenn man mag, kann man per CSS-Formatierung und optionaler Ausgabe eines Wertes dem Leser noch mitteilen, welche Relevanz das System dem jeweiligen Link zumisst. Ein mit hoher Wahrscheinlichkeit ähnlicher Artikel wäre also zum Beispiel gößer dargestellt als einer mit nidedriger Wahrscheinlichkeit. Ich glaube mal, darauf werde ich vorläufig verzichten.

    [caption id="attachment_1127" align="alignnone" width="280" caption="Peterchen-Rating: 4 von 5 (tut, was es soll)"]Peterchen-Rating: 4 von 5 (tut, was es soll)[/caption]

    Einzubinden in WP über die Plugin-Verwaltung oder per Download bei: David Miller

    Das Zensursula-Problem, oder: Neues von der Problembärin

    Die Wortkombination "Zensursula" und "Problem" ließ mich gerade an unseren ehemaligen Ministerpräsidenten denken, und an seinen Problembären. Dabei lief jetzt folgende assoziative Kette: Problem-Zensursula › Problem-Ursula › Problem-Ursel › Ursus Major › der große Bär › (Ursus [lat.]: der Bär) › Ursula (!)

    Man kann Zensursula also zu Recht und liebevoll eine Problem-Bärin nennen. Ob die Problem-Bärin jetzt auch eine Schad-Bärin ist, weiß ich nicht, müsste ich mal den Edmund fragen, weil der kennt sich aus mit sowas. Ich würde aber in jedem Fall nicht soweit gehen, ein paar Jäger auf sie anzusetzen und sie abschießen zu lassen. Dagegen war ich auch bei Bruno schon. Wobei weder Bären noch Ministerinnen unter Naturschutz stehen ...

    Jedenfalls hier ein wenig Lesestoff, insbesondere zum Thema "Milliardenmarkt Kinderpornographie" und warum es diesen in der Form gar nicht gibt.






    Donnerstag, 6. August 2009

    Die 6 wichtigsten Links für Social-Media

    social-media-iconsSocial-Media, vulgo Web 2.0 ist in aller Munde. Aktuell wird Twitter gehypet, aber es gibt da ja noch Facebook, Xing, Flickr, Yigg ... und ständig kommen neue Dienste dazu, meist mit eigenartigen, unaussprechlichen Namen (der Grund dafür ist übrigens recht einfach: die guten Domainnamen sind alle schon vergriffen :). Da verliert man schon mal den Überblick, und insbesondere Unternehmen fragen sich, was sie von dem ganzen Kram halten sollen.

    Dabei ist eines wichtig: nicht die Tools, die technischen Ausprägungen sind für eine nähere Betrachtung relevant, sondern die Revolutionierung des Kommunikationsverhaltens im Internet. Das Grundprinzip ist eigentlich schon älter als das Internet selbst: Foren oder Bulletin-Boards gab es schon vorher. Während sich dort meist jedoch nur "Eingeweihte" in eng umrissenen Interessengruppen tummelten, bezeichnet Web 2.0 die Tatsache, dass der Austausch von Informationen Normalzustand für eine breite Masse wurde. Das geht inzwischen sogar so weit, dass Konzerne wie Vodafone auf den Zug aufspringen (siehe diese "Generation Upload"-Kampagne, u.a. mit Schnutinger).

    Dieser Umbruch weg von der Einwegkommunikation von Unternehmen an ihre Kunden hin zum Dialog hat Konsequenzen: früher gab es Stiftung Warentest, vor deren Urteil man sich fürchten musste, heute sind es potenziell Millionen von Verbrauchern, die mit ihrer Rezension über das Schicksal von Produkten entscheiden. Unternehmen müssen lernen, damit umzugehen:

    1. Verstehen, was Social-Media ist - und was nicht.

    2. Nutzen- und Schadenspotenziale ableiten.

    3. Zuhören, was Kunden über das Unternehmen twittern oder bloggen.

    4. Eine glaubhafte Vision entwickeln, selbst aktiv werden. Ohne Glaubhaftigkeit > fail.


    Hier nun die Linktipps. Ich gebe zu: "die wichtigsten" ist arg marktschreierisch, aber gut sind sie :)



    Wordpress-Plugins: WordTwit

    logo_wordpressMan hat ja ein soziales Leben, und da tanzt man nicht nur auf einer Hochzeit. Bei mir sind diese Hochzeiten rechts aufgeführt, eine - recht neue für mich - ist Twitter. Ich habe mir schon oft gedacht, wie praktisch es doch wäre, meinen Followern automatisch einen dezenten Hinweis auf neue Blogposts zu geben. WordTwit tut genau das und ist dabei auch noch konfigurierbar. So kann mit Platzhaltern der Text des Twits bestimmt werden oder ein Präfix definiert werden (zum Beispiel "neuer Blogpost von Peterchen").

    Die Links zum Blogpost können per tinyurl oder bit.ly gekürzt werden, aber der eigentlich Clou ist: WordTwit bringt einen eigenen Short-URL-Service mit, was schon recht cool ist. Noch cooler wäre, wenn ich diesen auch "ausserhalb" von WordTwit nutzen könnte - aber das wäre eine Dreingabe zur Dreingabe und geht daher nicht in de Wertung ein ;)

    [caption id="attachment_1123" align="alignnone" width="280" caption="Peterchen-Rating: 5 von 5 (WOW!)"]Peterchen-Rating: 5 von 5 (WOW!)[/caption]

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    Deutsche Bank und Sal. Oppenheim

    logo-db-oppenheimLaut eigener Pressemeldung von gestern bestätigt die Deutsche Bank Gespräche über eine strategische Partnerschaft mit der Sal. Oppenheim Gruppe.

    Hierzu hat die Deutsche Bank ein unverbindliches Angebot hinsichtlich einer Kapitalbeteiligung an der Sal. Oppenheim abgegeben. Über die Höhe der Beteiligung steht nichts in der Pressemeldung, ich würde mal vermuten, das ist nur ein erster Schritt. Sal. Oppenheim ermöglicht der Deutschen Bank in diesem Zusammenhang eine Due Diligence - also letztlich ein "in-die-Bücher-kucken".
    Die strategische Partnerschaft hat das Ziel, den Kunden von Sal. Oppenheim Zugang zum globalen Netzwerk der Deutschen Bank zu ermöglichen und die Position der Deutschen Bank im gehobenen Privatkundengeschäft vor allem in Deutschland zu stärken.


    Ich muss ganz ehrlich sein: ich habe keine wirkliche Ahnung, was das alles bedeutet. "Gehobenes Privatkundengeschäft" hört sich nach Schiffsbeteiligungen und anderem Kram an, Sal. Oppenheim - für mich als Laie - wie ein gefühlter Leidensgenosse der Lehman Brothers. Beim Lesen ist mir aber klar geworden, dass ich ziemlich froh um meine provinzielle, genossenschaftliche und unmoderne VR-Bank bin.

    Mittwoch, 5. August 2009

    Wordpress-Plugins: WP-Cumulus

    logo_wordpressDer Name deutet es an: es handelt sich bei WP-Cumulus um eine Tag-Cloud. Allerdings werden Tags nicht nur statisch der Bedeutung nach sortiert darstellt, sondern auf einer gedachten Kugel anordnet, die dann wiederum per Maus "gedreht" werden kann. Das funktioniert erstaunlich intuitiv und wird per Flash bewerkstelligt. Man kann wählen, ob Tags oder Kategorien oder beides aufgelistet werden soll, ich habe mich nur für die Tags entschieden, da die Kategorien extra aufgeführt sind.

    Das Plugin hat eine alternative Darstellung, die alle Tags nochmal in purem HTML darstellt. Das ist nicht nur für Besucher ohne Flash-Player sinnvoll, sondern auch für Suchmaschinen, die in der Regel eher selten die kodierten Flash-Parameter nach gültigen Links durchsuchen. Man erkauft sich also nicht das "Augenpulver" durch eine im Vergleich zu anderen Tag-Clouds schlechtere interne Verlinkung im Blog.

    [caption id="attachment_1123" align="alignnone" width="280" caption="Peterchen-Rating: 5 von 5 (WOW!)"]Peterchen-Rating: 5 von 5 (WOW!)[/caption]

    Einzubinden in WP über die Plugin-Verwaltung oder per Download bei: Roy Tank

    Dienstag, 4. August 2009

    Schon wieder einer: Thomas Jurk

    Zeitgemäßes Chat-Interview von freiepresse.de mit Thomas Jurk, Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Sachsen. Zuerst viel kommunales und Landespolitik, aber dann der Hammer:
    "Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf."

    Da fällt mir nichts mehr ein. Rotäuglein*. Passt doppelt. Und: Menge der wählbaren Parteien um ein Element reduziert.

    * das versteht man wohl nur mit diesem Post hier. Stichwort "Farm der Tiere".

    Buzz in der Blogosphäre:

    Wordpress-Plugins: WP-Typography

    logo_wordpressSehr gelungen. Es kümmert sich um diese ganzen hässlichen Typograhie-Sünden aus der Computersteinzeit. Zum Beispiel macht es aus einem Minus einen hübschen Gedankenstrich, wie sich das gehört. Drei Punkte werden durch einen Ellipse ersetzt, Klammer-auf-c-Klammer-zu wird zu einem (c). In der Standard-Auslieferung werden allerdings keine korrekten deutschen An- und Abführungszeichen gesetzt (ich vermute mal, dass ich das im Code selbst geregelt bekomme*).

    Ein Riesen-Feature nutze ich (noch) nicht, nämlich die automatische Trennung. Diese funktioniert zwar hervorragend, allerdings trennt es alle Wörter im Titel, was suboptimal aussieht, da viele externe Sites und der RSS-Feed den Titel nun mal verwenden. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass das mit dem SEO-Plugin zu tun hat, denn dieses schreibt ganz schön viel im HTML-Header herum.

    Einen Haken sehe ich aber doch: für Seiten mit vielen Besuchern dürfte dieses Plugin (wie viele andere auch) ein echter Performance-Bremser sein, da letztlich bei jedem Seitenaufruf deren kompletter Content durchgerödelt wird (wobei es da wohl mittlerweile auch was gibt, muss ich mir noch anschauen: WP-Super Cache).

    [caption id="attachment_1127" align="alignnone" width="280" caption="Peterchen-Rating: 4 von 5 (tut, was es soll)"]Peterchen-Rating: 4 von 5 (tut, was es soll)[/caption]

    Einzubinden in WP über die Plugin-Verwaltung oder per Download bei: KINGdesk

    Was noch zu sagen wäre: die Autoren stellen die Funktionen auch ohne Wordpress zum Einbinden in eigene PHP-Projekte zur Verfügung.

    *Update, 7.8.2009: geschafft, war nicht schwer. Ich muss halt jetzt bei den Updates daran denken ...

    *Update, 25.8.2009: Dass ich die Trennung nun nutze, seht Ihr ja. Mittlerweile kann man sich im Backend auch aussuchen, welche An- und Abführungszeichen man gerne hätte - großartig! Bin jetzt fast geneigt, mein Peterchen-Rating auf die Höchstnote zu schieben - aber dann gäbe es ja gar keinen Anreiz zur Verbesserung mehr :)

    Das Prinzip der Gegenseitigkeit

    Ausgerechnet ein Musik-Download-Portal haben sich zwei Forscher als Betätigungsfeld für ökonomische Studien ausgesucht - wenngleich kein normales. Bei Magnatune können Kunden den Preis eines Albums innerhalb gewisser Grenzen selbst bestimmen. Der Schieberegler reicht immerhin von 5 bis 18 Dollar, wobei ein Wert von 8 Dollar vorgegeben ist. Das Erstaunliche: der durchschnittlich erzielte Preis pro Album liegt bei 8,20 Dollar.
    Soziale Präferenzen können Menschen dazu bewegen, auf ihren finanziellen Vorteil zu verzichten.

    Link zum Artikel im Mittelstandsblog

    Montag, 3. August 2009

    Die Mär vom rechtsfreien Chaosraum

    Ich habe es wirklich versucht: ich habe mir das ganze Interview im Abendblatt durchgelesen - nicht dass die Aussage etwas aus dem Zusammenhang gerissen ist. Ich habe die fragliche Passage immer wieder gelesen, nicht dass es nur verunglückt formuliert und vielleicht ganz anders gemeint war. Ich habe eine Nacht darüber geschlafen, um meine Urteilskraft nicht Opfer meiner Entrüstung werden zu lassen. Es hat aber alles nicht geholfen.
    Falls wer unter Steinen lebt (Hervorhebungen von mir):
    Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder. Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großartige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann.

    Dass die Frau, die sie Pferd nannten, den Begriff vom rechtsfreien Raum Internet erneut strapaziert, ist für sich genommen schon unerträglich. Aber die Floskel vom "richtigen Maß" lässt mich rot sehen. Oder besser braun. Es gab da schon mal eine Gruppe von Menschen, die geglaubt haben, besser zu wissen, was gut sei für den deutschen Volkskörper. Und was nicht. Dass es kein Internet braucht, um Bücher zu verbrennen, wurde bereits das eine oder andere mal eindruckvoll bewiesen. Oder um ein Volk zu verhetzen. Pfui, Frau von der Leyen.

    Da ich dabei bin, mich wieder in Rage zu schreiben, lieber noch einige Linktipps

    Was noch zu sagen bleibt: wenn die FDP diese Frau nach der Wahl weiter ermöglicht, hat die Piratenpartei vielleicht einen Wähler mehr und in jedem Fall ein Mitglied weniger.

    Und noch eins: Im Grundgesetz steht: "Eine Zensur findet nicht statt". Genauso wie an der Scheunenwand stand: "Alle Tiere sind gleich". Wenn ich also Demokrat bin, muss ich das durchziehen und mit diesen Spielregeln leben. Die einzige Alternative ist es, Schneeball zu verjagen. Und alle anderen die lesen können.